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Winters - Black Clouds In Twin Galaxies

Winters

"Black Clouds In Twin Galaxies"
CD-Review, 2652 mal gelesen, 24.05.2007 Wertung 08/10

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CD-Review

Berlin Occult Bureau

Artikel veröffentlicht am 07.09.2012 | 1451 mal gelesen

Es sind jetzt unzählige Durchgänge, die WINTERS' zweites Album "Berlin Occult Bureau" in meiner Anlage absolviert hat und wirklich viel schlauer als beim ersten Mal bin ich nicht. War ihr Debütalbum "Black Clouds In Twin Galaxies" noch ein edler Geheimtipp, ist den drei Briten heute zwar eine Entwicklung gelungen, aber kein wirkliches Anknüpfen an die Qualität von 2007.

Schlecht sind WINTERS zwar auf keinen Fall, doch ihre leichte Kurskorrektur macht es einem ebenso schwer, dem Material wirklich aufmerksam zu lauschen wie es zielsicher in Schubladen zu kategorisieren. Der Start funktioniert noch gut, auch zwischendurch lässt das Trio immer wieder für ein paar Minuten aufhorchen, über weite Strecken fungiert "Berlin Occult Bureau" allerdings eher als Retro-Hintergrundbeschallung. Die Mixtur aus Alternative, Indie, Doom, Stoner und psychedelischen Ideen mit einem Interesse für das Okkulte schafft es einfach nicht, über die gesamte Spielzeit zu fesseln. Das liegt definitiv nicht an fehlender Eingängigkeit, das beweisen zum Beispiel der Opener "Goodbye" und das durchaus mitsingbare "Schwarze Kraft" (übrigens beschränkt sich das Deutsch nur auf die Titel, die Texte sind durchgehend auf Englisch). Das Problem liegt eher darin, dass trotz der stilistischen Vielfalt schnell eine gewisse Eintönigkeit aufkommt, die vielleicht auch an dem zwar angenehmen, aber nicht gerade abwechslungsreichen Gesang liegt. Auch ansonsten reizen WINTERS ihren Stil bis zuletzt aus und reiten auch gern mal auf ein paar Wiederholungen herum.

Alles kein Drama, denn als Hintergrundbeschallung. taugt "Berlin Occult Bureau" allemal. Bei dem Versuch, dem Trio über eine halbe Stunde meine volle Aufmerksamkeit zu widmen, scheitere ich aber nach wie vor. Dass die Einflüsse allesamt schon ein paar Jahrzehnte zurück liegen, ist dagegen eher positiv als negativ zu vermerken. Ja doch, nettes Album, das seine Zielgruppe finden wird, aber weder großartig auf dem Okkultsektor punkten kann noch über seine Genre-Grenzen hinaus allzu interessant wirkt.


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