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Deeper Visions

Artikel veröffentlicht am 11.05.2008 | 2286 mal gelesen

Als Anfang der Neunziger bei den FIELDS OF THE NEPHILIM die Luft raus ist, macht Gründungsmitglied und Sänger Carl McCoy mit seinem Soloprojekt THE NEFILIM dort weiter, wo die Fields zuvor aufgehört haben. Allerdings ist THE NEFILIM sehr viel brachialer, direkter und wesentlich aggressiver, als es FIELDS OF THE NEPHILIM jemals war: McCoy bewegt sich teilweise sogar in Death-Metal-Gefilden, ohne jedoch die altbewährte Gothic-Atmosphäre zu vernachlässigen. Auch Tony Pettitt - ebenfalls ein Gründungsmitglied von FIELDS OF THE NEPHILIM - ist nicht untätig und holt schließlich Simon Rippin (Ex-SENSORIUM), den Drummer von THE NEFILIM, und den ehemaligen SENSORIUM-Sänger Peter "Bob" White für seine neue Band NFD (NOISE FOR DESTRUCTION) ins Boot. Musikalisch können und wollen NFD ihren Background nicht verheimlichen, wobei Peters Gesang erstaunlich nahe an dem von Carl McCoy liegt, sich von der Optik her mit seinen langen Dreadlocks allerdings deutlich unterscheidet.

Der Sound von NFD erinnert oft an PARADISE LOST und ist insgesamt um einiges härter als man es von den FIELDS OF THE NEPHILIM kennt. Und obwohl nach vielen Jahren der Funkstille im November 2005 mit "Mourning Sun" ein neues Album von Carl McCoy erschienen ist, der sein Projekt nun wieder FIELDS OF THE NEPHILIM nennt und dessen Musik mittlerweile eine Kombination und Weiterentwicklung des alten FIELDS OF THE NEPHILIM- und THE NEFILIM-Stils darstellt, retten viel eher NFD den Geist der legendären Band und entfachen ein neues Feuer.

"Deeper Visions", der nunmehr dritte Longplayer der Engländer, entpuppt sich dabei einmal mehr als würdiger und ehrlicher Nachfolger von FIELDS OF THE NEPHILIM und dürfte daher all jene Fans zufrieden stellen, die den alten Zeiten der Fields noch immer hinterher trauern. Sei es nun der richtig fett nach vorn rockende Opener "When The Sun Dies", der folgende Track "Move In Closer", der zwar in den Strophen mit typischer Gothic-Rock-Rhythmik arbeitet, in der Bridge allerdings fast schon mit Death-Metal-Riffs kokettiert, oder das atmosphärisch-ruhige "The Unforgiven", das allein auf Akustikgitarre und Peters fast schon flüsternden Gesang setzt - die vielen coolen Grooves und die durchweg düstere Stimmung des Sounds auf "Deeper Visions" lassen das Herz eines jeden Gothic-Rock- und FIELDS OF THE NEPHILIM-Fans definitiv höher schlagen.

Zwar haben wir es auf "Deeper Visions" leider nur mit insgesamt sechs neuen Nummern zu tun, denn bei den beiden letzten Tracks handelt es sich jeweils um einen Remix vom Opener und "Caged" vom letzten Album "Dead Pool Rising", allerdings gibt es auch noch einige Videos, die leider nicht viel mehr als nette Gimmicks sind, aber dennoch einen weiteren Kaufanreiz bieten: mit einem Zehner in der Anschaffung kommt dieses Werk außerdem auch preislich sehr entgegen.


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