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Angeli Di Pietra - Storm Over Scaldis

Angeli Di Pietra

"Storm Over Scaldis"
CD-Review, 2535 mal gelesen, 03.05.2009 Wertung 07/10

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CD-Review

Anthems Of Conqeust

Artikel veröffentlicht am 22.05.2011 | 2221 mal gelesen

Es gibt Bandnamen, die bei der jeweiligen Musik mehr als passend erscheinen, und solche, die einen zunächst einmal auf eine falsche Fährte locken. Letzteres ist bei ANGELI DI PIETRA der Fall. Denkt man doch unwillkürlich an Italien und entsprechend epischen Metal der Marke RHAPSODY OF FIRE.

Der erste Fehler war dabei, schon einmal anzunehmen, dass eine Combo mit italienischem Namen – der übrigens “Engel des Steins“ bedeutet – auch von dort stammen muss. Tatsächlich handelt es sich allerdings um Belgier, die uns hier ihr zweites Album “Anthems Of Conquest“ vorlegen. Und bis auf die Tatsache, dass auch die auf diesem Album enthaltenen Songs sehr epische Geschichten erzählen, haben sie nicht viel mit der Musik der Italiener gemeinsam. Vielmehr versetzt einen der Opener “Last Flight Of The Valkyries“ direkt in eine sehr folkige Stimmung. Mit dem nicht zu überhörenden irischen Touch lässt sich dieser Song vielleicht am ehesten mit der Musik von FIDDLER'S GREEN vergleichen. Allerdings in einem wesentlich heftigeren Gewand. Die beteiligten Musiker können nicht verhehlen, dass ihre Liebe dem Metal gilt. Und so dominieren treibende Rhythmen und heftige Riffs nicht nur diesen Song, sondern auch den Rest des Silberlings, wobei sich die weiter oben  angesprochenen Folk-Elemente eher in Richtung des skandinavischen Viking Metal entwickeln. Mehr als einmal fühlt der Hörer sich an AMON AMARTH oder ENSIFERUM erinnert. Allerdings ist dies nicht die einzige Dimension der Musik des Sextetts. Da sie aus einem der Benelux-Länder stammen, erscheint es nur logisch, dass sie auch den dort vorherrschenden Female Fronted Metal in ihren Stil einbauen. Am augenfälligsten wird dies selbstverständlich an der gesanglichen Leistung von Frontfrau Sjoera Roggeman, die sich hinter den ein oder anderen Genre-Größen durchaus nicht zu verstecken braucht. Sie wird dabei immer wieder von den Growls aus der Kehle von Guy van Campenhout unterstützt, der für den schon angesprochenen Viking Metal Klang sorgt. Auf der anderen Seite entsteht aber auch durch die Tatsache, dass beide Vokalisten fast gleichberechtigt eingesetzt werden ein Beauty And The Beast-Konzept, dass vielleicht am ehesten mit dem von EPICA verglichen werden kann.
Auch das Songwriting auf dieser Scheibe kann als durchaus gut definiert werden. Die einzelnen Lieder kreieren jeweils eine eigene unverwechselbare Stimmung. Je nach der inhaltlichen Ausrichtung der Lyrics wird auch die instrumentale Arbeit entsprechend abgestimmt. So finden sich epische Keyboard-Klänge, neben erzählenden Spoken-Parts, orientalischen Melodien und flirrenden Gitarren-Soli. Dabei schweben die Songs immer im Spannungsfeld zwischen MANOWAR, RHAPSODY OF FIRE, EQUILIBRIUM und NIGHTWISH. Durch die Kombination dieser sehr unterschiedlichen Elemente ist es der Combo gelungen einen eigenen, sehr unverwechselbaren Sound zu kreieren. Leider leidet dieser noch an einigen Kinderkrankheiten: Vor allem auf dem Feld der Innovativität könnte in Zukunft noch ein wenig mehr getan werden. Manchmal sind die Vorbilder der Musiker einfach noch zu deutlich zu erkennen.

Insgesamt geht das aber alles in die richtige Richtung. ANGELI DI PIETRA präsentieren auf “Anthems Of Conquest“ frischen, modernen Metal, der Anhänger der härteren Gangart genauso ansprechen dürfte, wie Verfechter der weiblich-romantischen Melodiösität. Bleibt nur zu hoffen, dass sie mit ihrem Bandnamen nicht zu viele potentielle Hörer abschrecken.


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