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Reviews der Band
Coppelius - Hertzmaschine

Coppelius

"Hertzmaschine"
CD-Review, 1403 mal gelesen, 17.04.2015 Wertung 06/10
Coppelius - Tumult!

Coppelius

"Tumult!"
CD-Review, 3055 mal gelesen, 06.04.2009 Wertung 07/10
Coppelius - To My Creator

Coppelius

"To My Creator"
CD-Review, 7512 mal gelesen, 19.03.2006
Coppelius - 1803

Coppelius

"1803"
CD-Review, 5659 mal gelesen, 25.06.2004
Coppelius - Coppelius

Coppelius

"Coppelius"
CD-Review, 6906 mal gelesen, 08.08.2003 Wertung 06/10

Interviews der Band
Coppelius
Coppelius
9376 mal gelesen, 19.09.2005

News der Band

17.04.2015

Zunächst einmal ein Geständnis: COPPELIUS machen nicht unbedingt meine Musik. Trotzdem habe ich mich todesmutig an das neue Album „Hertzmaschine“...

02.03.2015

Vor Kurzem ist mit "Hertzmaschine" das neue Album der Schergen von COPPELIUS auf den Markt gekommen. Nachdem es bereits zur Veröffentlichung eine...

05.02.2015

Pünktlich zur Veröffentlichung ihres neuen Albums "Hertzmaschine" laufen auch die Nebelmaschinen bei Coppelius wieder auf Hochtouren, denn die...

29.09.2007

Berlins Kammer-Metal-Export veröffentlichte am 21.09.2007 sein erstes Album "Time-Zeit". Demnächst folgt eine Tour im Gepäck von...

30.11.2006

COPPELIUS, die werten Herrschaften aus Berlin spielen abermals in der holden Hauptstadt auf. Nach einer etwas längeren Bühnen-Abstinenz...


Live-Reviews der Band
01.05.2016
2911 mal gelesen, 01.05.2016
01.05.2016
7223 mal gelesen, 01.05.2016
01.05.2016
2880 mal gelesen, 01.05.2016
01.05.2016
3672 mal gelesen, 01.05.2016

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CD-Review

Extrablatt

Artikel veröffentlicht am 12.02.2013 | 14243 mal gelesen

Man muss sich schon auf die etwas schräge Gedankenwelt von COPPELIUS einlassen, um ihrer Musik etwas abgewinnen zu können. Doch akzeptiert man die fiktive Scheinidentität einer Kapelle aus dem 19. Jahrhundert, taucht man ein in ihre Parallelwelt, wo Metal eben auf Klarinette, Cello und Kontrabass basiert. Immerhin das Schlagzeug wirkt vertraut, ansonsten stellt die Band aber so etwas wie die Steampunk-Variante der "Neuen Deutschen Härte" dar.

Das Design des in Schrift und Bild bewusst altmodisch gestalteten Digipacks fügt sich stilecht ins Konzept ein, passend zum Titel "Extrablatt" wurde das Booklet wie eine alte Zeitungsseite gestaltet. Doch kann auch die Musik überzeugen? Überwiegend ja, aber eben nicht uneingeschränkt. Manchmal schwingt im sehr speziellen Humor der Kapelle etwas zuviel KNORKATOR mit, da wirkt manche Textpassage etwas arg gezwungen und uninspiriert. Und auch die Musik pflegt manchmal einen gar zu simpel-monotonen Stampf-Rhythmus.

Doch da sind auch die anderen Momente, wenn die gesellschaftskritische Seite durch die biedermeierliche Blume ausgedrückt den Nagel auf den Kopf trifft und auf höchst charmante Weise gegen neuzeitliche Auswüchse wie omnipräsente Smartphone-Daddelei ("Spieldose") anprangert. Manchmal zäumen COPPELIUS das Pferd aber auch von der anderen Seite auf, klagen nicht über das Jetzt, sondern erinnern auf verträumt-nostalgische Weise an das Früher, als man beispielsweise noch Konzerte erleben konnte, ohne dabei ständig irgendwelche Smartphone-Displays vor die Fresse gehalten zu bekommen ("Keine Kamera") - eine großartige Zeit, wer dabei war, weiß, wovon ich spreche...

Meist steht die lyrische Botschaft im Vordergrund, die Musik nimmt eher eine begleitende Funktion ein, ohne dabei ins Triviale abzudriften. Ganz nervfrei kommt "Extrablatt" dabei aber nicht daher. Vermeintliche Sinnlosigkeiten wie "Butterblume" und "Geschwind" skipt man ab dem dritten Hördurchlauf spontan weiter. Doch da sind auch Perlen wie der überdrehte Folk-Rock-Song "I'd Change Everything" oder die extrem tanzbare antikapitalistische Stampf-Hymne "Reichtum". Schade, dass COPPELIUS dieses Niveau nicht über die gesamte Spieldauer hinweg halten können.

Erwähnenswert sind darüber hinaus in jedem Fall die beiden Cover-Versionen. Dabei handelt es sich zum einen um den IRON-MAIDEN-Klassiker "Running Free", zum anderen um die SUBWAY-TO-SALLY-Ballade "Maria" (letztere ist als Bonus-Track deklariert). Mit diesen beiden Polen lässt sich das Spannungsfeld, in dem sich COPPELIUS bewegen auch ganz gut beschreiben, wenngleich sie durch ihre einzigartige Herangehensweise aber stets etwas völlig eigenständiges kreieren. Dabei gelingt zwar nicht jedes musikalische Experiment, aber das ist wohl der Preis echter Innovationsbereitschaft.


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