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CD-Review

Sleepless Monster

Artikel veröffentlicht am 15.07.2012 | 1119 mal gelesen

Mit INNER BLAST aus Portugal ist eine weitere junge Band am Start, die sich dem Gothic Metal mit Frauengesang verschrieben hat und nun ihr Debütwerk, die EP "Sleepless Monster", die bereits Ende 2011 erschienen ist und jetzt in einer Wiederauflage vorliegt, präsentiert.
Leider zeigt sich schon am Opener "Better Days", dass es sich auch bei INNER BLAST eher um eine der unzähligen Durchschnittsbands handelt: Während das musikalische Fundament zwar in Ordnung geht, allerdings doch recht standardmäßig daherkommt, schwächeln die Vocals von Sängerin Liliana ziemlich: Insbesondere in den hohen Tonlagen (z.B. in "Tears" stark hörbar) klingt es irgendwie unangenehm bis teilweise falsch, aber auch in tieferen Gefilden fügt sich der Gesang nicht wirklich harmonisch in das Gesamtbild ein.

Auch transportierte Emotionen, Atmosphäre oder Ähnliches sollte man nicht unbedingt erwarten, die fünf Songs plätschern mal mehr, mal weniger 'heavy' unaufgeregt vor sich hin. Wie bei diversen Bands dieses Genres gesellt sich auch des Öfteren ein Keyboard zu der Metal-Instrumentierung, welches aber auch nicht für Spannung sorgen kann. Ab und an, wie z.B. in "Fixation", findet sich zwar mal eine nette Melodie, welche dann aber durch den auf Dauer ziemlich penetrant störenden Gesang nicht zur Geltung kommt. Das Gesamturteil fällt somit ziemlich ernüchternd aus: Wenn INNER BLAST daran arbeiten, ihre Songstrukturen interessanter zu gestalten und Liliana, die an sich keine schlechte Stimme hat, ihren Gesang verbessert, könnte das möglicherweise etwas werden. Momentan reihen sie sich allerdings mit "Sleepless Monster" in die Riege der durchschnittlichen female-fronted Gothic Metal-Bands mit leichtem Kitschfaktor ein, von welchen es ohnehin zu viele gibt.


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