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Myrah - Six Feet Down

Myrah

"Six Feet Down"
CD-Review, 1172 mal gelesen, 08.03.2010 Wertung 06/10

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CD-Review

My Deliverance

Artikel veröffentlicht am 15.09.2012 | 1232 mal gelesen

Nachdem das Debütalbum "Six Feet Down" der Schweden MYRAH zwar ganz nett war, sich aber nicht vollends aus der Masse abheben konnte, war ich natürlich neugierig, was sich auf dem vorliegenden Nachfolger "My Deliverance" denn so getan haben würde.
Die musikalische Ausrichtung ist weiterhin straighter Gothic Rock/Metal mit dunklen männlichen Vocals, der stärker noch als auf dem Debüt an Bands wie SENTENCED erinnert. Zusätzlich zu den obligatorischen Gitarren usw. werden des Öfteren noch Keyboard- oder dezente Violinenklänge mit eingebunden, was mittlerweile zwar auch nichts Neues mehr darstellt – wenn es nicht übertrieben wird, klingt es in Songs wie "The Sorrow" oder "A New Dawn" aber passend.

Die weiblichen Backing Vocals sind im Vergleich zum Vorgängeralbum komplett verschwunden, fehlen allerdings auch nicht. Das von einer kurzen Spieluhr-Melodie eingeleitete Album startet dann richtig mit "Illusions", das recht energiegeladen-rockig daherkommt und dennoch eine wehmütige Atmosphäre versprüht. Patrik Essmans Gesang passt da ziemlich gut und verleiht dem Song zusätzlichen Ohrwurmcharakter. Die meisten anderen Tracks sind ähnlich treibend und eingängig, sehr melodieorientiert und teils mit ruhigeren Intros oder Mittelteilen versehen. Der gänzlich langsamere, schwermütige Track "An Angels Requiem" ist allerdings für meinen Geschmack fast mit ein bisschen zu viel Pathos versehen und vermag weder emotional zu berühren noch musikalisch sonderlich für Begeisterung zu sorgen.

Einzeln betrachtet gäbe es kaum etwas an den Stücken auszusetzen, und auch zusammengenommen fällt es mir -wie bereits bei "Six Feet Down"- nicht so leicht, die Kritik in Worte zu fassen: Es ist einfach alles schon einen Ticken zu bekannt, zu ähnlich und nicht richtig fesselnd, ein wenig Inhomogenität hätte "My Deliverance" vielleicht nicht geschadet. So machen MYRAH ihre Sache weiterhin ordentlich, liefern melodischen, düsteren Gothic Rock mit Metaleinfluss und gelungenen Vocals ab, der zwar verglichen mit dem Vorgänger ein wenig besser auf den Punkt gebracht wirkt, aber dennoch leider nicht herausragend ist.


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