Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
Reviews der Band
Afgrund - Vid Helvetets Grindar

Afgrund

"Vid Helvetets Grindar"
CD-Review, 2247 mal gelesen, 30.03.2009 Wertung 07/10

Metal.de auf Facebook
CD-Review

The Age Of The Dumb

Artikel veröffentlicht am 19.07.2012 | 1347 mal gelesen

Mieszko Talarczyk – ein Name der untrennbar mit einem Erbe verbunden ist und gleichsam mit riesigen Fußstapfen, in die immer wieder andere Bands zumindest annähernd versuchen, hineinzutreten. Im Dezember 2004 verunglückte der Gitarrist und Sänger der Vorzeigewüteriche NASUM ausgerechnet bei der Tsunami-Katastrophe in Thailand. Dies erscheint nicht allein aus jenem Grunde kontrovers, da ein solch unbändiges Naturspektakel durchaus nicht nur einmal symbolisch dazu verwendet wurde, die Musik der Schweden zu beschreiben. Der 20te Jahrestag der Band mündete dennoch in einigen Live-Shows ohne den charismatischen Fronter und gleichermaßen auch in einem noch immer andauernden Veröffentlichungsschwall von Truppen, die der musikalischen Urgewalt huldigen.

AFGRUND, ein Zusammenschluss aus schwedischen und finnischen Musikern, dürfen sich ebenfalls zu diesem breiten Kollektiv hinzuzählen und verwursten auch mit ihrem dritten Full Length einmal mehr genau das, was NASUM seinerzeit ganz zentral ausgemacht hat. Mit fast schon beängstigender Entschlossenheit und damit verbundener, zielloser Brutalität stemmt sich “The Age Of The Dumb“ mit merklicher Basslastigkeit aus den Boxen. Das Ganze drückt sogar in derart erheblicher Form, dass es soundtechnisch sogar etwas dumpf wirkt, doch um das zu merken muss schon fast in Zeitlupe hinhören, denn AFGRUND sausen mit einem unglaublichen Prügelfaktor an einem vorbei, sodass es extrem schwer ist, in diesem Fall alles in sich aufzunehmen.

Verschnaufpausen mit entsprechendem Groovefaktor gewähren die Skandinavier nur selten, wobei ich mir wirklich mehr von dieser Sorte gewünscht hätte – nicht allein, um den wüsten Zerstörungspassagen dadurch noch mehr Wirkungskraft zu verleihen. So kreischt sich Sänger Armin Schweiger (sehr passend) in jeder Hinsicht die Seele aus dem Leib und lässt die im Schnitt vielleicht einminütigen Kill-Kombos durch ihr exorbitantes Auftreten nicht so intensiv wirken, wie sie es vielleicht könnten. Wer auf modernen Grindcore der völlig skrupellosen Sorte steht, der kann sich mit “The Age Of The Dumb“ die Dummheit aus dem Nervenzentrum ballern lassen, mir persönlich fehlt phasenweise ein wenig die Würze.


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: