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Artikel veröffentlicht am 11.04.2012 | 1232 mal gelesen

So langsam aber sicher entdecke ich alte musikalische Vorlieben wieder, die mir vorliegende 7" Split von AXT und BLUTHUF trägt da in jedem Fall ihr Scherflein bei.

Zunächst falle ich natürlich prompt auf meine Kindeserinnerungen herein und will das Ganze auf 45 Umdrehungen abspielen. Das klingt zwar auch lustig, war aber eindeutig nicht so gedacht. Das Infopapier verspricht bei AXT Hardcore mit einem Schuss Grind, der latente Punkeinschlag wird aber glatt unterschlagen. Geboten werden von den Neubrandenburgern sechs sehr flotte Songs, die roh aus den Boxen brettern und nach gerade mal sechs Minuten auch schon wieder Geschichte sind: keine Schnörkel, einfach, man verzeihe den Ausdruck, voll aufs Maul. So stelle ich mir diesen Sound aber schon sehr lange vor. Die Texte sind genretypisch voller Gesellschafts- und Medienkritik mit einem Schuss Sarkasmus. Da hat jemand in jedem Fall seinen Jello Biafra verstanden. Natürlich klingt das alles nicht sonderlich abwechslungreich, daher mag ich da jetzt keinen Track hervorheben. Wichtig bei AXT ist aber die Wut und Power, die transportiert werden und das klappt ganz vorzüglich.

Als nächstes ist dann BLUTHUF auf der zweiten Seite dran: Hier fehlt ein Grindelement gänzlich, dennoch geht es flott zur Sache. Starker Hard/Crustcore mit deutschen Texten, die überraschender Weise nicht unbedingt politisch sind, einen aber druchaus aufrütteln können, wie z.B. "Glück gehabt", den ich als Aufruf verstehe, den eigenen Gedankentrott aufzusprengen - immer wieder sehr passend. Musikalisch am besten tönt hier "Lahm gelegt", sehr straight und eingängig.

Die Produktionen unterscheiden sich zum Glück von der Lautstärke nicht so sehr, wie es oft bei anderen Splits der Fall ist. Also gilt auch bei BLUTHUF, die übrigens aus Berlin kommen: roh, aber nicht wie aus dem Proberaum, bei beiden ist die Power sehr gut eingefangen. Bleibt letztendlich nur noch die heikle Punktevergabe dieses DIY-Projekts: AXT: 6,5 Punkte, BLUTHUF: 7 Punkte. Fazit: Darf man kaufen.


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