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Emily Still Reminds
Interview zu "There Is Hope"
1842 mal gelesen, 28.02.2013

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CD-Review

There Is Hope

Artikel veröffentlicht am 19.02.2013 | 3107 mal gelesen

Einen passenderen Titel für ihr Debüt hätten die Jungs von EMILY STILL REMINDS kaum finden können, denn "There Is Hope" lässt tatsächlich Platz für viel Hoffnung in die deutsche Hardcore-Szene. Nach bereits zwei EPs und zahlreichen Konzerten mit Bands wie WALLS OF JERICHO, THE SORROW oder EKTOMORF ist "There Is Hope" das erste Album der vier Herrenberger, und das Ding hat es in sich.

Beginnt der Opener und Titeltrack noch vergleichsweise verhalten, lässt man spätestens ab "Home Is Where Your Heart Is" den Gefühlen freien Lauf und beweist, dass hochemotionaler Hardcore nicht zwingend mit Weichspüler-Melodien und Gejaule auskommen muss. Die typischen Trademarks dieses Sounds sind alle vorhanden, ein wenig Core, ein bisschen Metal und eben ganz viele Melodien, und die sind auch der Grund, warum sich "There Is Hope" vor die Masse der derzeitigen Veröffentlichungen setzen kann. Da sitzt jeder Refrain, Ohrwürmer gibt es genauso wie die Art von Melodie, die sich erst nach dem dritten oder vierten Durchlauf wirklich entfaltet, dazu kommen fette Riffs, treibende Drums und eine derart dicke Produktion, dass sich die ein oder anderen alten Hasen des Genres gerne etwas abschauen könnten. Bei all den bekannten Stilmitteln vergisst man aber nicht auch ausreichend Ideen einfließen zu lassen, so gibt es zum Beispiel mit "Can You Hear Me" einen fast schon Nu Metal-artigen Track, der allerdings etwas unter der Qualität des Rap-Features leidet, aber trotzdem ganz schön Spaß macht, oder das unglaublich eingängige "Path", das sich mit seinen Mitsing-Chören in die Gehörgänge fräst.

"There Is Hope" ist schlicht und einfach ein rundum gelungenes, modernes Hardcore-Album, das bekannte Zutaten mit vielen Ideen zu durchweg guten Songs vermengt und sich vor keiner bekannten Band verstecken muss. Beachtet man jetzt noch die Tatsache, dass EMILY STILL REMINDS quasi noch in den Kinderschuhen stecken, ist das Ding hier einfach großes Kino. Da darf man sich direkt auf eines der zahlreichen Festivals freuen, das die Jungs dieses Jahr auf dem Plan haben. Der Start ins Jahr ist mit "There Is Hope" definitiv gelungen.


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melden Miss Torres (unregistriert) | 27.02.2013 | 21:27 Uhr

Ich kannte die Band bis dato nicht, habe sie mir auf diversen Foren reingezogen und muss sagen, wer auf neuen Post-Hardcore steht...alle Achtung. Die Platte bietet wahnsinns Potential und kann soundtechnisch gesehen nicht mehr in den Amateurbereich...