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CD-Review

A History Of Violence

Artikel veröffentlicht am 07.07.2012 | 1211 mal gelesen

Mensch, dass es das noch gibt: eine junge Band, die ihren Stil als Mischung aus Thrash Metal und Hardcore beschreibt, ohne dass das Endergebnis klingt wie jede x-beliebige Metalcore-Band. Im Fall der jungen Franzosen INSIDE PROJECT überrascht mich das nämlich wirklich: Keine selbstzweckhaften Breakdowns, nicht die ewig gleichen Leads und sogar die Songstrukturen können einiges mehr als das übliche Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Breakdown-Ende.

Der Fünfer aus Mulhouse sieht nämlich auf den Bandphotos zwar erstmal ziemlich trendy aus, kann aber tatsächlich durch den von ihnen selbst beschriebenen Stil punkten: Thrash Metal trifft Hardcore und obwohl "A History Of Violence" mit einer überaus modernen Produktion um die Ecke kommt, könnte das Material gar nicht mehr nach dem Atribut "oldschool" schreien. Das einzige, was - neben dem Sound - tatsächlich noch an Metalcore erinnert, sind die Shouts, die zwar schön aggressiv gehalten sind, aber über die volle Länge auch ein bisschen eintönig wirken. Ansonsten bieten INSIDE PROJECT wuchtige Thrash-Riffs, die immer wieder auch in Richtung (Melodic) Death Metal schielen, einen ziemlich kompetenten Drummer, der es versteht, die Nackenmuskeln zucken zu lassen und zwischendurch eingestreute elektronische Spielereien - nein, das alles ist nicht neu und erinnert an manchen Stellen sogar ein bisschen sehr an HATESPHERE, aber auch wenn nicht jeder Song vollends überzeugen kann, macht "A History Of Violence" doch im Großen und Ganzen Spaß. Songs wie "White Trash Whore", "Black Sunday Bitch", "The Gravedigger" oder auch das abschließende "The Firmament" rocken nämlich wie Sau, lassen mich wünschen, das Ganze demnächst mal live aus dem Pit zu sehen zu bekommen und lassen viele der möglichen Schwächen des Albums fast vergessen.

Fast. Denn ich muss leider auch nochmal betonen, dass "A History Of Violence" seinen hohen Standard bei allen noch so geilen Songs nicht über die gesamte Spielzeit halten kann: Es ist einfach nicht jeder Song ein Brüller ("Hools No Rules" klingt schablonenhaft, "My Fists Hate Your Pride" relativ schwachbrüstig). Fans von Bands wie HATESPHERE oder ILLDISPOSED, die sich auch einen (stärkeren) Hardcore-Einfluss in der Mucke jener Bands vorstellen können, dürfen INSIDE PROJECT aber trotzdem mal antesten.


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