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Maruta - In Narcosis

Maruta

"In Narcosis"
CD-Review, 1968 mal gelesen, 08.01.2009 Wertung 07/10

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CD-Review

Forward Into Regression

Artikel veröffentlicht am 02.03.2011 | 1756 mal gelesen

Manchmal, wenn ich mir eine echt solide Grindcore-Platte hinter die Binde dübele, kommt mir oft der Gedanke, in dieser Sparte könne man eigentlich gar nicht so viel falsch machen. Hauptsache es rappelt, groovt und strahlt herrlich befreiende Aggressivität aus. Habe ich dann allerdings mal eine echt beknackte Grind-Scheibe zwischen den Fingern, falle ich vor lauter Ohrenbluten aus allen Wolken und merke einmal mehr, dass man in dieser Richtung so ziemlich alles falsch machen kann. Diese Anekdote soll glücklicherweise nicht zum Freischein MARUTAS auf die Sondermüllhalde überleiten, sondern ganz im Gegenteil eher als Wertschätzung für andauernde Qualität verstanden werden.

Nach dem Release von “In Narcosis“, dem Debüt der Jungs aus Florida, vor gut zwei Jahren, geht es mit “Forward Into Regression“ wieder, ganz dem Albumtitel nach, vorwärts, nur eben nicht in den Abschwung, sondern eigentlich recht konstant, da wo man mit dem letzten Langspieler aufgehört hat. Irgendwo zwischen NASUM, KILL THE CLIENT und den Labelkollegen von MAGRUDERGRIND lässt sich auch dieses Werk einordnen.

Abwechslungsreichtum in allen Facetten macht diese Platte zu einem anspruchsvollen Wutklumpen, wobei sich hier viele Spielweisen und Genres die Klinke in die Hand drücken. Mal blitzt eindeutig eine geradlinige Hardcore-Schlagseite heraus, dann driftet es mehr in Richtung Death Metal, bevor sich mächtige Groove-Wände wie etwa in “Drown In Black Matter“ entfalten. Produktionstechnisch gibt es überhaupt keine Gründe für Beschwerden, kein undefiniertes Underground-Geschrubbe, aber gleichermaßen auch nichts was auf verschlechtbesserte High-End-Geschichten hindeutet.

Auch kompositorisch weichen MARUTA kaum von ihren zuvor getretenen Fußstapfen ab. Somit ist “Forward Into Regression“ sicherlich nicht auf einzelne Höhepunkte getrimmt, sondern funktioniert in der Gesamtheit als mächtige Abrissbirne, die immer wieder einzelne Facetten wie etwa das catchige Hauptriff von “Swine Swallower“ aufblitzen lässt. Für Grindcore-Fans ist hier unter Garantie das nächste Schlemmerfest angerichtet.


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