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Reviews der Band
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Grand Magus

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Grand Magus

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Grand Magus

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Grand Magus

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Grand Magus

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Interviews der Band
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19.01.2014

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02.01.2014

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Interview

Grand Magus

Das schwedische Power-Trio GRAND MAGUS hat mit seinem letzten Album „Iron Will“ mächtig Staub aufgewirbelt. Mit „Hammer Of The North“ könnte die Band nun einen weiteren wichtigen Karriereschritt machen. Bassist Fox und Drummer Seb stellen sich dem Metal.de-Gesandten an einem warmen April-Tag im Kölner Büro ihres neuen Labels Roadrunner. Fox, Seb, euer neues Album ist heavy, catchy und sogar melodischer als „Iron Will“. Haben Eure vielen Gigs einen Einfluss auf das Songwriting gehabt?

Fox: Wir haben mit dem Songwriting schon kurz nach den Aufnahmen zu „Iron Will“ angefangen, daher denke ich eher nicht. Aber es macht mehr Spaß, Heavy-Metal- statt Doom-Riffs live zu spielen, also hat sich daher wohl das Tempo etwas erhöht.

Seb: Klar haben wir auch noch langsamere Songs, aber wir schreiben unsere Stücke schon mit einem Live-Publikum im Hinterkopf.

Fox: Trotzdem denke ich nicht, dass wir uns so wahnsinnig weit von „Iron Will“ weg bewegt haben!

Dennoch gibt es einige Unterschiede. Der Sound ist zum Beispiel wesentlich „offener“ und dynamischer als zuvor. Ihr habt ja auf eurer Homepage angekündigt, dass die Drums zum Beispiel komplett analog aufgenommen sind.

Seb: Stimmt, wir haben absolut keine Trigger benutzt. Wir haben die Drums in einem großen Raum aufgenommen und den Raumklang bestmöglich genutzt.

Fox: Die Produktion ist tatsächlich wesentlich klarer als zuvor. Wir wollten mehr nach alter Schule klingen und nicht alles mit Effekten und Kompression zukleistern. Der Sound hat durchaus etwas von Live-Platten der Siebziger Jahre.

Das Mastering habt ihr in New York machen lassen. Geht einem da nicht die Düse, dass jemand auf der anderen Seite der Welt den Sound nachträglich zerstören könnte?

Fox: Klar ist das so! Immer, wenn man bei einem Arbeitsschritt nicht anwesend ist, hat man Angst, irgendwas könnte schief gehen.

Seb: Wir hatten jedoch bislang nur Gutes über George Marino und das Sterling Sound-Studio gehört und waren überzeugt, dass er das bestmögliche Ergebnis erzielen würde. Wir waren außerdem auch beim Mischen sehr kritisch und haben von drei Personen jeweils einen Mix machen lassen.

Fox: Auch bei den eigentlichen Aufnahmen haben wir sehr gut mit dem Engineer gearbeitet, er hat uns zu Höchstleistungen angestachelt und die Songs gestrafft, wenn es sein musste. Frei nach dem Motto: „der Part xy ist zwar okay, aber seid ihr sicher, dass er den Song voran bringt?“ Dadurch sind die Tracks sehr fokussiert.

Seb: Wir hatten die Songstrukturen zwar weitgehend fertig, als wir ins Studio gegangen sind, aber es hat sich im Studio noch einiges verändert.

Dieser Einfluss wird vor allem bei den Vocals deutlich, die sehr akzentuiert sind, jedes Wort ist klar zu verstehen.
Fox: Richtig, in diesem Punkt ist die Produktion vollkommen anders als die von „Iron Will“.

Wie sieht es denn mit der musikalischen Entwicklung aus? Mir drängen sich Vergleiche mit einigen NWOBHM Bands auf, und auch JUDAS PRIEST sind klar zu hören. Bei einigen Stücken kommen auch BATHORY und sogar CATHEDRAL durch.

Fox: Echt, CATHEDRAL? Das war mir weniger bewusst. BATHORY kann ich da schon eher unterschreiben, obwohl wir von der Spielweise anders sind. Das Gefühl, die Vibes sind allerdings ähnlich. Wir erzeugen ebenfalls eine nordische Atmosphäre. Ich finde es aber cool, dass du auch andere Bands heraushörst, es soll jeder die Möglichkeit haben, unsere Musik auf seine Weise zu interpretieren.

Um mal ein wenig auf die geschäftliche Seite zu sprechen zu kommen: wir befinden uns hier im Roadrunner Records-Büro. „Hammer Of The North“ ist das erste GRAND MAGUS-Album für das neue Label. Wie kam der Kontakt zustande?

Fox: Kennen gelernt haben wir uns auf einem Festival. Der Vertrag mit Rise Above ist mit „Iron Will“ ausgelaufen, und wir haben Angebote von mehreren Labels bekommen. Roadrunner machten letztlich das Rennen, weil sie schlicht das beste abgegeben haben. Der Wechsel hat allerdings absolut nichts mit Rise Above zu tun, Roadrunner geben uns die Gelegenheit, wesentlich mehr Leute mit unserer Musik zu erreichen.

Und wie haben Rise Above reagiert?

Fox: Natürlich waren sie zunächst nicht sehr begeistert, aber sie konnten unsere Entscheidung verstehen. Wir sind auch über die Musik hinaus gute Freunde und stehen in regelmäßigem Kontakt, und sie legen uns keine Steine in den Weg.

Könnt ihr euch erklären, warum größere Labels mittlerweile Interesse an einer doch eher obskuren Band wie GRAND MAGUS haben?

Fox: Das hat uns selbst überrascht, wir sind ja keine junge, moderne Band. Doch wir haben einen eigenen Sound, und das hat wohl den Ausschlag gegeben. Und Roadrunner ist ein Label, das nach Originalität Ausschau hält. Zum Beispiel waren sie auch an vorderster Front mit dabei, als der Death Metal den Kinderschuhen entwuchs.

„Iron Will“ war meiner Einschätzung nach erfolgreicher als die Alben davor. Wie ist dieser Fakt im Zusammenhang zu bewerten?

Fox: Das ist natürlich richtig. Aber das sehe ich nicht unbedingt im Zusammenhang, denn unsere Konten sind trotzdem nicht voll bis zum Anschlag, hahaha.

Vielleicht liegt der Erfolg auch darin begründet, dass ihr in euren ersten Jahren eher als Doom-Band betrachtet wurdet und damit von vornherein eine quantitativ begrenzte Fanbase hattet. Mit „Iron Will“ seid ihr in der Außendarstellung zu einer typischen Heavy Metal-Band geworden.

Fox. Das ist sicher ein Grund, warum das Album erfolgreicher war als die drei davor. Trotzdem gibt es natürlich immer Hardliner, die das erste Album für das beste halten.

Seb: Ich bin ja gewissermaßen der „Neue“ in der Band und habe sie zuvor nur als Fan gekannt. Und ich kann von mir sagen, dass ich die frühren Alben liebe. Trotzdem sehe ich, dass mit „Iron Will“ eine deutliche Weiterentwicklung einher ging.

Hat die technische Entwicklung an den Instrumenten dabei auch eine Rolle eingenommen?

Fox: Klar. Sogar sehr deutlich.

Seb: Vor allem JB hat ja durch die Doppelbelastung mit Gesang und Gitarre einen schweren Job auf der Bühne. Wir proben allerdings viel, wodurch sich das relativiert. Wir sind auch sehr stolz darauf, dass wir unseren Sound zu dritt auf die Bühne bringen können und hoffen inständig, dass wir niemals auf Playbacks zurück greifen müssen. Wir haben ja immerhin das Publikum als Co-Sänger, was normalerweise sehr gut funktioniert. Es kommt für uns auch nicht in Frage, einen zweiten Gitarristen dazu zu nehmen, der würde uns doch nur das Bier wegtrinken, hahaha.

Wenn man sich eure Song- und Albumtitel mal ansieht, fällt es auf, dass ihr gern mit starken, beinahe martialischen Worten wie „Wolf“, „Monument“ und Phrasen wie eben „Iron Will“ arbeitet. Wie kommt das?

Fox: Das hängt mit unserer Musik zusammen, die ja auch stark und energiegeladen ist. Die Lyrics müssen dazu natürlich passen. Wir mögen es mächtig und ein wenig mystisch und wollen nicht wie andere Bands sein, die darüber singen, wie viel Bier sie trinken können. Einige unserer Texte kann man sicher so interpretieren, dass wir uns als Außenseiter sehen, aber das ist nicht unbedingt so. Es geht uns eher darum, zum Ausdruck zu bringen, dass man hart arbeiten muss, um sich bestimmte Träume zu verwirklichen. Unsere eigenen Erfahrungen kommen darin durchaus zum tragen.

Seb: Jeder träumt ja davon, einmal „jemand“ zu sein, und die meisten schaffen es nicht. Man muss die Sache selbst in die Hand nehmen und konsequent an sich arbeiten, um etwas zu erreichen.

Auch die Fotos sind monumental ausgefallen, ihr seid darauf mit einem wachechten Wolf zu sehen.

Seb: Naja, eigentlich war es eher ein Wolfshund, der einem Bekannten gehört. Es hat Spaß gemacht, diese Fotos zu machen, aber es war schwer, das Tier die ganze Zeit bei der Stange zu halten.

Habt ihr neben der Musik eigentlich noch andere Jobs?

Fox: Das schon, aber wir haben keine Zeit mehr, sie in Vollzeit wahr zu nehmen. Zum Glück haben wir tolerante Chefs, so dass uns Albumaufnahmen und Touren möglich sind.

Dann kann man nur hoffen, dass man die Band demnächst noch öfter auf deutschen Bühnen sehen kann, denn live ist das Trio eine echte Granate. Vorher gilt es jedoch, „Hammer Of The North“ auswendig zu lernen, man will ja als Co-Sänger nicht versagen...


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