Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Reviews der Band
Helloween - Helloween

Helloween

"Helloween"
CD-Review, 2350 mal gelesen, 08.07.2014 Wertung 09/10
Helloween - Straight Out Of Hell

Helloween

"Straight Out Of Hell"
CD-Review, 3112 mal gelesen, 06.01.2013 Wertung 08/10
Helloween - 7 Sinners

Helloween

"7 Sinners"
CD-Review, 5980 mal gelesen, 19.10.2010 Wertung 09/10
Helloween - Unarmed: Best Of (25th Anniversary)

Helloween

"Unarmed: Best Of (25th Anniversary)"
CD-Review, 3332 mal gelesen, 14.01.2010
Helloween - Gambling With The Devil

Helloween

"Gambling With The Devil"
CD-Review, 5376 mal gelesen, 30.10.2007 Wertung 05/10

Interviews der Band
Helloween
Interview mit Dani Löble über "7 Sinners"
3640 mal gelesen, 21.10.2010
Helloween
Helloween
2854 mal gelesen, 14.01.2010

Specials der Band
News der Band

25.03.2014

Obwohl sie heute sicherlich nicht mehr den Stellenwert der nostalgisch verklärten "Keeper"-Jahre einnehmen, zählen HELLOWEEN nach wie vor zu den...

07.01.2013

Am 18.01. erscheint das 17. HELLOWEEN Studioalbum "Straight Out Of Hell", zu dem zur Zeit ein Track by Track Countdown läuft. Seit Samstag...

17.11.2012

Die alllseits bekannten norddeutschen Power-Metal-Pioniere HELLOWEEN haben jetzt das Coverartwork ihres am 18. Januar 2013 erscheinenden neuen...

11.10.2012

"Straight Out Of Hell" wird das neue Studioalbum der Kurbisköpfe heißen. Das mit 13 Songs gespickte Album wird außerdem in einer Special Edition...

02.02.2011

HELLOWEEN müssen wegen einer Stimmbandentzündung von Sänger Andi Deris ihre Konzerte in Saarbrücken, Bonn, Hannover,...


Live-Reviews der Band
7 Sinners World Tour: Helloween
13064 mal gelesen, 18.12.2014
18.12.2014
5135 mal gelesen, 18.12.2014

Metal.de auf Facebook
Interview

Helloween

Nicht wenige Fans - aber auch unzählige Presse-Fuzzis - attestierten der deutschen Szene-Ikone vor fast drei Jahren für ihr letztes Alben "7 Sinners", sich definitiv wieder auf dem richtigen Weg in Richtung musikalisch höchstwertiger Kost zu befinden. HELLOWEEN selbst gaben die Antwort auf die von ihnen darauf provokant gestellte Frage "Are You Metal?“ mit diesem Werk auf ihrer ureigene Weise. Es folgten Tourneen in nahezu aller Herren Länder sowie reichlich Festival-Auftritte, wobei auch dabei erkennbar war, dass sich das Quintett in einem offensichtlichen abermaligen „Frühling“ befindet.

Diesen Zustand hat die Band aktuell nicht nur beibehalten können, sondern sich offenbar noch ein wenig mehr an der Essenz ihres Schaffens orientiert. Nachzuhören wird diese Tatsache ab dem 18. Jänner 2013, da an diesem Tag mit "Straight Out Of Hell“ der Beweis dafür offiziell zu vernehmen sein wird und die Truppe das nächste Exemplar ihres Schaffens kredenzt. Zeit und Grund genug also, sich mit Saitendehner Michael Weikath zu unterhalten, der sich via Fernsprecheinrichtung aus seinem Exil in Teneriffa meldete und sich als überaus entspannter und redseliger Gesprächspartner zeigte.

Zunächst einmal Gratulation und Respekt für "Straight Out Of Hell" – denn zumindest meiner Meinung nach habt ihr darauf im Prinzip die gesamte „Essenz“ der Band in brandneuen Songs implementiert. Es gibt die typischen Up-Tempo-Granaten der Frühzeit ebenso zu vernehmen, wie ein wenig Experimentelleres mit reichlich Pomp aus der Anfangsphase zusammen mit Andy Deris. Aber auch Balladen lassen sich ausmachen und kommen nicht minder elegant zur Geltung wie auf der andere Seite auch der Groove, der uns hören lässt, dass ihr selbst vor stattlichem Heavy Rock nicht zurückgeschreckt seid. Gab es denn ein bestimmte Intention, als ihr begonnen habt, an neuen Songs zu schreiben, oder passierte das alles mehr oder weniger spontan oder gar "von selbst“?

Das ist eine schwierige Frage, denn ich denke, es stimmen beide Varianten irgendwie. Daher muss man sich den Entstehungsprozess der Scheibe irgendwie als Mittelding dieser Vorgehensweisen vorstellen. Es ist nämlich keineswegs so, dass wir ohne jegliche Idee oder dergleichen gewesen wären und quasi aus dem "Nichts“ oder per Zufall die neuen Tracks komponiert hätten. Ich für meinen Teil habe da immer schon gerne einen Plan in der Hinterhand. Auch um in etwa zu wissen, in welche Richtung es dann denn gehen wird.

Mutig empfinde ich die Reihenfolge der Songs, denn ein Album mit einem zunächst etwas sperrig anmutendem Song wie "Nabataea“ zu starten, ist doch etwas wagemutig, auch wenn sich besagter Track als amtlicher Ohrwurm entpuppt und quasi als Indikator für die Scheibe gesehen werden kann, beinhaltet das knapp achtminütige Epos doch nahezu die gesamte Bandbreite.

Siehst du – genau solche Reaktionen geben uns Recht, haha. Wobei es im Nebeneffekt fast ausschließlich auf unseren Produzenten Charlie Bauerfeind und das Management zurückzuführen ist, in welcher Reihenfolge die Nummern auf dem Album platziert wurden. Nicht dass man uns als Band da außen vor gelassen hätte, aber uns kamen diese Vorschläge entgegen und wir waren uns als Einheit einig und fanden, dass man das durchaus so lassen kann. Das war’s dann auch schon, außerdem ändert sich an der Qualität eines Songs nichts, egal, ob er nun am Anfang oder am Ende steht – Konzeptscheiben ausgenommen, logisch.

Als Single wird die Nummer aber eher weniger geeignet sein, oder?

Wer weiß, haha. Zumindest wird es ein Video dazu geben und eventuell geht dann in Folge davon tatsächlich noch etwas mit einer Single. Zunächst aber werden wir "Burning Sun“ für den japanischen Markt auskoppeln – es ist wohl gerade dieser Song, der in Fernost mit offenen Armen aufgenommen werden wird, auch wenn ich zugeben muss, dass man HELLOWEEN dort ohnehin immer wohlwollend empfangen hat. Bislang läuft die Vorbereitung ganz ordentlich, auch wenn ich eigentlich ein anderes Covermotiv gewollt hätte. Aus organisatorischen Gründen konnte das aber nicht umgesetzt werden, weshalb wir uns anders entscheiden mussten und zunächst nicht ganz sicher waren, wie schlau der Schachzug gewesen ist. Doch als ich eines Tages die neuen AEROSMITH-Scheibe entdeckt habe, wusste ich, klar doch, die - mit Verlaub - alten Herren haben Recht, nur wer wagt, gewinnt, und daher bin ich auch sicher, dass unsere Entscheidung die richtige war.

Wie läuft denn das Songwriting generell ab? Durch eure doch etwas verstreuten Domizile stelle ich mir das nicht ganz so einfach vor.

Naja, Proberaum und so gibt‘s bei uns nur noch unmittelbar bevor es auf Tournee geht, dennoch aber klappt die Sache ganz gut. Dazu gibt es ja die sogenannte „moderne Technik“, die uns hilft. Wir hatten so an die 30 Demos auf einen Server gestellt, wo jeder seine Ideen unterbrachte und die dann vom Rest der Band quasi um- und bearbeitet wurden, oder eben doch nicht. Von daher ist es auch fast logisch, dass "Straight Out Of Hell" im Vergleich zu früher ein echtes Bandalbum geworden ist.

Dann ging "nur“ noch darum eine geeignete Auswahl zu treffen, ohne sich in die Haare zu kriegen…

Genau dafür ist es notwendig, nicht nur spontan zu reagieren, sondern mit Plan zu arbeiten. Schon im Vorfeld hatten wir zusammen mit unserem Produzenten Charlie eine Vorauswahl getroffen, welche Nummern sich denn eher als B-Seiten oder Bonus-Tracks eignen würden und welche unbedingt und ganz dringend auf die Studioscheibe müssten. Ich denke, es ist uns nicht nur gelungen, die Essenz der Band zu präsentieren, sondern obendrein auch zu zeigen, dass es bei HELLOWEEN ausschließlich Songschreiber von höchster Qualität gibt. Abgesehen davon war es uns und auch Charly wichtig im Vorfeld soweit alles zu klären, damit wir nicht unnötig Zeit und Geld im Studio verplempern müssten und auch dabei haben wir unser Bestes gegeben.

Ein wenig komplizierter dürfte die Sache aber dann wohl sein, wenn es darum geht, die Setlist für einen Gig oder für eine Tournee auszuwählen und festzulegen, oder?

Och nee, auch das geht ganz entspannt. Auch wenn ich schon sagen muss, dass wir da zunächst fast immer auf unglaublich lange Spielzeiten kommen würden, wenn wir alles berücksichtigen würden. Zum einen ist es so, dass unsere Fans immer wieder vehement diverse Klassikern aus dem Repertoire fordern und wir dieser Bitte bisher auch fast immer nachgekommen sind, auf der anderen Seite aber haben wir auch intern schon des Öfteren über so manches Stück diskutiert, dass wir eben schon lange nicht mehr im Programm hatten. Eine solche Diskussion führt dann häufig dazu, dass plötzlich wieder Songs ins Gespräch kommen, die wir noch kurz zuvor noch nicht einmal ansatzweise auf dem Plan hatten. Aber ein "Kommt, lasst mal Song X wieder einmal spielen“, führt meistens zu "Super Idee, da passt dann Y perfekt hinterher“ und endet oft mit "ja aber, kurz davor wäre auch Z ganz brauchbar“. Streit entsteht dabei aber dennoch eigentlich nie, denn dafür kennen und schätzen wir uns einfach viel zu lange und haben für ein solches "Luxusproblemchen“ immer eine gute Lösung parat.

Das heißt, man darf auch nach der Veröffentlichung von "Straight Out Of Hell" wieder damit rechnen, dass HELLOWEEN "straight into our town“ unterwegs sein werden?

Aber sicher doch. Zwar hab‘ ich jetzt nicht wirklich alle Termine auswendig im Kopf, aber zumindest steht fest, dass wir nahezu zeitgleich mit dem Veröffentlichungstermin für einige Gigs in Spanien unterwegs sein werden und wir uns im März / April erneut zusammen mit GAMMA RAY quer durch Europa begeben werden, um den zweiten Teil der "Hellish Rock“-Tournee zu absolvieren.

Auf der sich Wien bis dato aber leider noch nicht als Etappenziel befindet....

Das finde ich auch schade, denn zum einen haben wir wirklich gute Erinnerungen an unseren letzten Gig im "Gasometer“, wo wir ja auch eine ganz besondere Setlist vorgetragen haben. Keine Ahnung warum bisher noch nichts diesbezüglich fix ist, aber, glaub‘ mir, wir kommen immer wieder gerne nach Wien.

Erinnerst du dich denn eigentlich noch an das Debüt der Band hier bei uns?

Sicherlich! Es war ja auch ein ganz besonderer Abend, für den wir unser Backdrop einst "adaptiert“ (für alle die nicht dabei waren: HELLO-WIEN) hatten. Allerdings bin ich mir heute noch nicht ganz sicher, ob da einst im "Fritz“ nicht doch deutlich mehr Fans wegen OVERKILL gekommen sind und uns eher "geduldet“ haben als uns wirklich zugejubelt. Aber was soll’s, es hat dennoch Spaß gemacht, damals im "Fritz“. War das eigentlich der Laden, der dann später zum "Rockhaus“ geworden ist, das war doch der?

Jau, genau.

Aha, das gibt‘s ja längst auch nicht mehr, dafür das "Gasometer“ – sieht auch wirklich prächtig aus und hat `ne Superanlage – liegt aber leider ein wenig außerhalb des Zentrums. Obwohl "gefährlich“ ist es am Abend dort auch nicht, oder? Ich meine, Wien gilt ja als sicheres Pflaster.

So ist es. Ausreden für ein Nichterscheinen gibt es nun also keine mehr, hähä.

Also an mir soll’s nicht scheitern. HELLOWEEN kommen immer wieder gerne zu euch!

Gut so. Zum Schluss muss ich noch in Erfahrung bringen, was den Herrn Weikarth denn über all die langen Jahre dazu motiviert immer noch der Musik zu frönen. Gab es denn niemals etwaige Phasen, wo du / ihr ganz einfach das berühmt-berüchtigte "Handtuch“ werfen wolltet?

Nee, denn ganz ehrlich: Ich glaub‘ ich kann gar nix anderes als Musik zu machen. Nicht, dass ich völlig untalentiert wäre oder so, aber im Endeffekt komme ich immer wieder darauf, dass egal, was auch immer ich anfange, bin ich nirgendwo so gut, dass ich damit konkurrenzfähig wäre. Ich habe es einfach drauf, auf der Gitarre Melodien zu komponieren, damit bin ich so erfolgreich wie ich es nur sein kann. Deshalb hab‘ ich auch sowohl die Malerei wieder bleiben lassen, denn das können andere Künstler einfach wesentlich imposanter, wie auch meine ursprüngliche Intention, Fotograph für Strumpfmoden zu werden. Auch das bringen andere Zeitgenossen deutlich besser hin. Von daher lebe ich nur für meine Musik und kann davon im Gegenzug auch ganz gut leben.

Mehr noch, man sagt HELLOWEEN ja nicht zu Unrecht nach, eine der einflussreichsten Bands überhaupt zu sein, an der sich zig andere Formationen - sagen wir einmal vorsichtig "orientieren“. Macht dich das glücklich oder eher sauer?

Also solange es nicht zu offensichtlich ist, dass man sich an meinen bzw. unseren Songs bedient, habe ich überhaupt nichts dagegen. Wenn es allerdings ohnehin sofort auffällt und dann auch noch irgendwas behauptet wird wie "HELLO-wer? Nie gehört?“, stimmt mich das zugegebenermaßen nicht gerade glücklich. Wirklich ärgerlich empfinde ich allerdings etwas anderes und das ist mir tatsächlich schon mehrfach passiert. Da denke ich, ich hab‘ eine super Idee für einen Song auf dem nächsten Album, weil ich eben DIE Melodie schlechthin gefunden hab‘ und dann sagt mir einer meiner Kollegen: "Du Weiki, lass mal gut sein, genau das hatte der Timo Tolkki schon auf der letzten STRATOVARIUS gemacht“. Da kann man sich tatsächlich grün und blau ärgern, es hilft aber dennoch nichts, denn der Knabe ist und bleibt nun mal ein ganz Großer!

Noble Worte auch zum Schluss von diesem sympathischen Herren - und da soll mir noch einmal einer kommen und sagen unter Musiker würde "Futterneid“ herrschen…..


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: