Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

News

Erik Cohen

Der Andrang war groß, die bisherigen Auftritte erfolgreich - da schieben die Veranstalter der "Nostalgie für die Zukunft Live"-Tour von ERIK COHEN doch gerne noch zwei neue Termine hinterher:...



Omnium Gatherum

Während die finnischen Melodic Death Metaller OMNIUM GATHERUM an ihrem neuen Album arbeiten, für das noch nicht einmal ein Veröffentlichungstermin bekannt ist, wurden sie nun schon als Support für...



At The Gates

Die schwedischen Melodic-Death-Metal-Pioniere AT THE GATES, die vor kurzem mit "At War With Reality" ihr Comebackalbum veröffentlichten, haben ein Video zum Song "Heroes And Tombs" veröffentlicht....



Blues Pills

Nachdem sie bereits im Oktober sehr erfolgreich auf Europas Bühnen unterwegs waren, kommen die Senkrechtstarter BLUES PILLS im März und April 2015 für 13 weitere Konzerte in Deutschland und der...



Steven Wilson

Im März 2015 wird der lang erwartete Nachfolger zu STEVEN WILSONs 2013er-Album "The Raven That Refused To Sing" veröffentlicht. "Hand. Cannot. Erase." wird das vierte Soloalbum des...



Konzertbericht
02.04.2008 / Stuttgart, LKA Longhorn

Bahnbrechende Songfabrik oder Auffangbecken für gebrochene Helden? Richtige Band oder ewiges Projekt? Die Leidenschaftsverbindung aus New Orleans, die Nachlassverwalter des sumpfigen Mangrovensounds sind zumindest zu einer festen Größe geworden, sodass sich diese unrühmlichen Fragen erübrigen. DOWN sind eine von diesen Bands, die eine Platte aufnehmen, wenn sie ein Anliegen dazu haben. Ebenso verhält es sich mit dem Touren.

Wer hätte erwartet, dass sie nach ihren beiden, innerhalb weniger Tage restlos ausverkauften Konzerten 2006 so schnell wieder in hiesige Gefilde kommen. Da verwundert es doch mehr, dass sich niemand rund um das Stuttgarter LKA mit verzweifelten Sprüchen auf Pappe um eine Karte bemühen musste. Offenbar hält die Misere der Konzert-Verdrossenheit weiterhin an, nur muss man sich letztlich fragen, welche Karäter zum Stelldichein gebucht werden müssen, um die Leute hinter ihrem Öfchen hervorzulocken. Die Halle ist zwar bei weitem nicht leer, doch hätte man sich für DOWN mehr eine berstend volle gewünscht. Niemand kann die Erwartungen an so einen Abend halten, nach solchen Alben und so vielen Lorbeerkränzen, außer man hat das alles so klar verdient wie das Quintett aus New Orleans. Allen Anwesenden war schon im Vornhinein klar, dass sie glücklich aus diesem Erlebnis herausgehen werden. Die Bilder zu diesem Bericht wurden bei ihrem Konzert in Berlin geschossen.

Vorbands braucht es heute Abend nicht. Mit einem knapp einstündigen Film – zusammen geschnitten aus Videos von Helden wie AC/DC, THIN LIZZY, TED NUGENT und natürlich BLACK SABBATH und skurrile Aufnahmen von vergangenen Tour- und Backstage-Geschehnissen – leitet sich die Band standesgemäß selbst ein. Starren Blickes und in froher Erwartung auf das Kommende, verfolgen die meisten ohne Murren, die Fäuste in die Luft hebend die rühmenden Bilder auf der Leinwand. Einer „Southern All-Star-Group“ kann man eine solche Selbstglorifizierung und -beweihräucherung schlicht nicht übel nehmen: Man kann DOWN nicht nicht mögen, kann man bisher nur verpasst haben. Das muss einem früher oder später auffallen. Somit übermannt einen mehr die Erleichterung endlich die Band erleben zu dürfen, als sich durch diese unredliche Verzögerung die Laune versalzen zu lassen.

Auch dem bulligen Mann neben mir ist das aufgefallen. Den Stiernacken hat er nicht tätowiert, dafür den rechten Oberarm. Die Umrisse eines Gesichts mit einem Rauchwarenstängel im Mundwinkel, der „Smoking Jesus“, wie auf den Plattencovern. Er trinkt mehr Bier, als er verträgt, und bevor auch nur das eigentliche Konzert beginnt, umarmt er schon taumelnd seine gesamte Nachbarschaft, ob man will oder nicht. Ein netter Kerl. Wer ihre neue Platte nicht so gut findet, sagt er, schweigt eben darüber. Denn diese Superband hatte bereits ihren Status, bevor sie auch nur ein Album veröffentlicht hatte. Unsere Begegnung erfährt ein jähes Ende, als mit einem lauten Knall endlich die Leinwand sinkt und DOWN mit "Underneath Everything" in ihr Set einsteigen. Für ihn ist das der Startschuss sich eiligst in den Pulk vor die Bühne zu begeben.


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: