Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

News

Slayer

Es ist noch nicht lange her, da gab es bei H&M SLAYER-Shirts (wir haben berichtet) zu kaufen. Offiziell oder nicht, wir wissen es nicht. Ganz offiziell haben SLAYER jetzt nachgelegt und...



Blind Guardian

, Am 30. Januar erscheint das schon spannend erwartete neue Werk "Beyond The Red Mirror" von BLIND GUARDIAN. Die Band veröffentlicht dazu nun den sechsten Trailer und erklärt in dieser Episode den...



Summer Breeze

Die Veranstalter des SUMMER BREEZE haben es sich wieder zur Aufgabe gemacht Perlen zu finden. Und schau da, es ist nicht nur eine geworden, sondern gleich fünf: Für das Summer Breeze Open Air 2015...



Mantar

Nachdem MANTAR Teile ihrer für Ende 2014 geplanten Touraktivitäten verschieben mussten (wir berichteten), sind nun neue Termine für Anfang 2015 angesetzt. Los geht´s bereits am 30. Januar 2015  im...



36 Crazyfists

Wie soeben bekannt geworden, ist das Konzert von 36 CRAZYFISTS am 21.02.20212 in Köln im MTC bereits ausverkauft. Wir wünschen allen glücklichen Ticketbesitzern einen schönen Konzertabend.,...



Konzertbericht
02.04.2008 / Stuttgart, LKA Longhorn

Bahnbrechende Songfabrik oder Auffangbecken für gebrochene Helden? Richtige Band oder ewiges Projekt? Die Leidenschaftsverbindung aus New Orleans, die Nachlassverwalter des sumpfigen Mangrovensounds sind zumindest zu einer festen Größe geworden, sodass sich diese unrühmlichen Fragen erübrigen. DOWN sind eine von diesen Bands, die eine Platte aufnehmen, wenn sie ein Anliegen dazu haben. Ebenso verhält es sich mit dem Touren.

Wer hätte erwartet, dass sie nach ihren beiden, innerhalb weniger Tage restlos ausverkauften Konzerten 2006 so schnell wieder in hiesige Gefilde kommen. Da verwundert es doch mehr, dass sich niemand rund um das Stuttgarter LKA mit verzweifelten Sprüchen auf Pappe um eine Karte bemühen musste. Offenbar hält die Misere der Konzert-Verdrossenheit weiterhin an, nur muss man sich letztlich fragen, welche Karäter zum Stelldichein gebucht werden müssen, um die Leute hinter ihrem Öfchen hervorzulocken. Die Halle ist zwar bei weitem nicht leer, doch hätte man sich für DOWN mehr eine berstend volle gewünscht. Niemand kann die Erwartungen an so einen Abend halten, nach solchen Alben und so vielen Lorbeerkränzen, außer man hat das alles so klar verdient wie das Quintett aus New Orleans. Allen Anwesenden war schon im Vornhinein klar, dass sie glücklich aus diesem Erlebnis herausgehen werden. Die Bilder zu diesem Bericht wurden bei ihrem Konzert in Berlin geschossen.

Vorbands braucht es heute Abend nicht. Mit einem knapp einstündigen Film – zusammen geschnitten aus Videos von Helden wie AC/DC, THIN LIZZY, TED NUGENT und natürlich BLACK SABBATH und skurrile Aufnahmen von vergangenen Tour- und Backstage-Geschehnissen – leitet sich die Band standesgemäß selbst ein. Starren Blickes und in froher Erwartung auf das Kommende, verfolgen die meisten ohne Murren, die Fäuste in die Luft hebend die rühmenden Bilder auf der Leinwand. Einer „Southern All-Star-Group“ kann man eine solche Selbstglorifizierung und -beweihräucherung schlicht nicht übel nehmen: Man kann DOWN nicht nicht mögen, kann man bisher nur verpasst haben. Das muss einem früher oder später auffallen. Somit übermannt einen mehr die Erleichterung endlich die Band erleben zu dürfen, als sich durch diese unredliche Verzögerung die Laune versalzen zu lassen.

Auch dem bulligen Mann neben mir ist das aufgefallen. Den Stiernacken hat er nicht tätowiert, dafür den rechten Oberarm. Die Umrisse eines Gesichts mit einem Rauchwarenstängel im Mundwinkel, der „Smoking Jesus“, wie auf den Plattencovern. Er trinkt mehr Bier, als er verträgt, und bevor auch nur das eigentliche Konzert beginnt, umarmt er schon taumelnd seine gesamte Nachbarschaft, ob man will oder nicht. Ein netter Kerl. Wer ihre neue Platte nicht so gut findet, sagt er, schweigt eben darüber. Denn diese Superband hatte bereits ihren Status, bevor sie auch nur ein Album veröffentlicht hatte. Unsere Begegnung erfährt ein jähes Ende, als mit einem lauten Knall endlich die Leinwand sinkt und DOWN mit "Underneath Everything" in ihr Set einsteigen. Für ihn ist das der Startschuss sich eiligst in den Pulk vor die Bühne zu begeben.


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: