Bandtechnisch gab es eine sehr feine Auswahl an recht bekannten Namen, wovon am Samstag unter anderem DELIRIOUS aus dem Ruhrgebiet einen sehr guten Eindruck machten. Der klassische Bay-Area-Sound kam gut beim Publikum an, der neue Gitarrist Holger machte einen zusätzlich souveränen Eindruck und die Songs konnten sowohl in den überwiegenden harten und schnellen, aber auch in den ruhigen Momenten überzeugen.
Danach durften die Hannoveraner GRAILKNIGHTS für Aufsehen sorgen. In tapferen Krieger-Kostümen gekleidet, kämpfte die Band um MacDeath und Sir Optimus Prime Masters Of The Universe-like die Schlacht gegen das Böse. Gemeinsam mit dem mächtigen Battlechoir der Festivalbesucher ist es nur logisch, dass man am Ende siegreich aus der Schlacht hervorging. Musikalisch gab es eine Art epischen Melodic Death. Gut anzuhören, eingängig, jedoch ohne besonderen Anspruch. Spaß gemacht hat die schräge Show der Band aber auf jeden Fall.
Die Belgier LENG TCH'E brachten danach mit ihrem gewaltigen Gebräu aus Hard- und Grindcore das Gelände zum ersten Mal so richtig zum Beben. Die mitgereisten Anhänger hat es gefreut, für einen Außenstehenden, der sich zuvor noch nie mit der Musik beschäftigt hat, wirkte die Musik jedoch über weite Teile etwas schwer verdaulich. Dennoch: LENG TCH'E haben das getan, was man von einer Band diesen Kalibers erwartet: Ganz gewaltig Druck erzeugt. Einige Namen dies zum Anlass, zum ersten Mal an diesem Tage einen kleinen, aber feinen Circle-Pit zu starten.
- Autor
- Infos







