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Angband - Visions Of The Seeker

Angband

"Visions Of The Seeker"
CD-Review, 1217 mal gelesen, 18.10.2010 Wertung 07/10

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CD-Review

Saved From The Truth

Artikel veröffentlicht am 13.10.2012 | 1926 mal gelesen

Auch wenn sich in den letzten Jahren einiges geändert hat und die dortige Szene - nicht zuletzt durch Bands wie ANGBAND - auch auf internationaler Ebene einen gewissen Bekanntheitsgerad erlangen konnte, darf Heavy Metal aus dem Iran wohl immer noch als Rarität bezeichnet werden.

Dabei ist es speziell dieser Formation aus Teheran schon mit ihrem ersten Lebenszeichen "Rising From Apadana“ gelungen, ein Ausrufezeichen zu setzen und sich in Power/Prog Metal-Unnderground-Kreisen Fans zu erspielen. Noch mehr ging mit dem zweiten Album "Visions Of The Seeker“ und wie schon für dieses hat das Quartett auch diesmal Achim Köhler damit beauftragt, den Tracks ein üppiges Sound-Korsett zu verabreichen.

Eine Investition die sich mehr als nur gelohnt hat, denn selbst die exotischte aller Nummern, das unmissverständlich zuzuordnende Instrumental "Persia“ kommt trotz verspielter, komplexer, folkloristischer Passagen immens druckvoll aus den Boxen. Im Vergleich zum Vorgänger wirken die Songs, die im Schnitt allesamt um die fünf Minuten andauern, nunmehr deutlich kompakter, kommen zugleich aber auch facettenreicher daher und wissen trotz teils komplexer Strukturen und Arrangements für ordentlichen Druck zu sorgen.

Ein deutlicher Entwicklungsschritt, der hier nachvollziehbar ist. Nicht zuletzt dadurch fühle ich mich in Sachen Verspieltheit im Power Metal-Kostüm durch ANGBAND mittlerweile an die Bulgaren KROSFIRE erinnert. Noch stärker verbessert als die Songs an sich empfinde ich aber Frontmann Ashkan Yazdani, der nicht nur an Volumen, sondern noch viel mehr an Ausdrucksstärke zugelegt hat und nun des Öfteren an den früheren PENTAGRAM / MEZERKABUL-Frontmann Murat Ilkan denken lässt.

Überhaupt kommt mir jene türkische Ikone mehr als nur einmal als Vergleich in den Sinn, wenn ich "Saved From The Truth" höre, auch wenn ich mir bewusst bin, dass man im täglichen Leben nicht unbedingt allzu viel von Gemeinsamkeiten zwischen den Heimatländern dieser Formation vernehmen kann - womit einmal mehr bewiesen ist, dass Heavy Metal eben doch stärker ist als alles andere!


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