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CD-Review

Emerge

Artikel veröffentlicht am 10.03.2012 | 1467 mal gelesen

BEJELIT, die gerade mit “Emerge“ ihr viertes Album veröffentlichen, kommen aus Italien. Muss man noch mehr sagen? Eigentlich nicht! Denn Bands aus diesem Land scheinen alle einem ähnlichen Stil zugetan zu sein.

Und so ist es absolut keine Überraschung dass auch diese Combo sich dem hymnisch-bombastischen Power Metal der Marke RHAPSODY und LUCA TURILLI verschrieben hat. Ein erster klarer Hinweis darauf ist die Bandbesetzung, die auch einen Keyboarder umfasst, der sich aber zum Glück nicht so sehr mit kitschigen Melodien in den Vordergrund schiebt, wie das die Tastenmänner bei den genannten Referenz-Bands tun. Wem das als Beweis noch nicht reicht, der höre sich einfach einmal den Longtrack “Deep Water“ an, der sich elfeinhalb Minuten Zeit nimmt um alle Register in Sachen Bombast und symphonischem Klang zu ziehen. Im Gegensatz zu ihren Landsmännern ist diese Ausrichtung aber nicht das alles beherrschende Thema des Silberlings. Vielmehr setzen sie die Schwerpunkte klar auf die klassischen Rock-Instrumente und insbesondere auf die Gitarrenarbeit, womit ein passenderer Vergleich schnell in SONATA ARCTICA gefunden ist. Gelegentlich blitzt auch immer mal wieder ein Hauch deutscher Aggressivität durch. Vor allem die Doublebassattacken und die schnelleren Riffs erinnern an frühe BLIND GUARDIAN oder SAVAGE CIRCUS.

Natürlich ist auch auf dieser Scheibe nicht alles Gold was glänzt. So scheinen die Italiener leider ein kleines Problem mit dem Themenbereich Songwriting zu haben. Zwar beherrschen sie durchaus die verschiedenen Gangarten von schmachtenden Balladen bis hin zu energiegeladenen Up-Tempo-Nummern. Aber leider wirken die Strukturen innerhalb der Songs manchmal ein wenig chaotisch, so dass der Hörer nicht genau weiß, woran er jetzt eigentlich ist. Irgendwie trifft diese Aussage zudem auch auf das ganze Album zu. Der Mix aus langen und kurzen Nummern dürfte vermutlich ähnlich viel Verwirrung beim Hörer stiften, wie deren Anordnung. Hat man sich damit abgefunden und lässt sich auf die Musik ein, wird einem dafür schnell klar, dass die Jungs durchaus über einiges handwerkliches Talent verfügen. Gerade die schnelleren Passagen dürften gar nicht so einfach zu spielen sein und auch die Soli sind nicht von schlechten Eltern.

Auf diese Art und Weise haben es BEJELIT geschafft, ein gutes Album abzuliefern. Wer die angesprochenen Stile und Referenzen mag, der kann bei “Emerge“ blind zugreifen.


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