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Van Canto

Die A-Cappella-Metaller VAN CANTO arbeiten derzeit zusammen mit Charlie Bauerfeind (BLIND...
CD-Review

To Die For

Artikel veröffentlicht am 07.02.2012 | 2143 mal gelesen

England ist das Mutterland des Heavy Metal, von hier kommt der klassische Musikstil mit einem deutlichen Einschlag aus der NWoBHM. Sollte man zumindest meinen. CRIMES OF PASSION haben sich allerdings, obwohl von der Insel stammend, einem gänzlich anderen Stil verschrieben.

Auch auf ihrem zweiten Album “To Die For“ präsentieren sie wieder jenen bombastischen Melodic Metal, der ihnen im letzten Jahr einen Support-Slot auf der Europa-Tour von SAXON und ANVIL eingebracht hat. Am ehesten können die Briten dabei mit den deutschen ORDEN OGAN verglichen werden, deren Hang zum Bombast sich auch auf diesem Silberling wiederfindet. Wo die Deutschen allerdings eher als eine Weiterentwicklung der frühen BLIND GUARDIAN gelten könnten, gehen CRIMES OF PASSION einen gänzlich anderen Weg. Ihr Material basiert auf knackigen Up Tempo-Rhythmen, die durchaus auch aus dem Power Metal stammen könnten. Bedingt kann man diese Aussage auch für die Gitarrenarbeit stehen lassen. Allerdings weist die auch einige deutlich modernere Anleihen auf. Riffs und Strukturen, die auch von Core-Combos wie AVENGED SEVENFOLD stammen könnten, sind auch auf diesem Album zu finden. Obwohl das eine ganz andere Baustelle ist, fügen sich diese Elemente sehr harmonisch in die Songs ein und unterstreichen den frischen Sound der Band.

Deren Aushängeschild dürfte aber nach wie vor trotz allem ihr Sänger sein. Der gute Mann ist mit seinem Stil zwischen Steve Lee (ex-GOTTHARD) und BRUCE DICKINSON (IRON MAIDEN) der Grund dafür, dass das Quintett bereits mit seinem ersten, selbstbetitelten Album überdurchschnittlich gute Kritiken einfahren konnte. Seitdem sind fast drei Jahre vergangen und CRIMES OF PASSION scheinen in der Oberliga angekommen zu sein. Die knackige und zeitgemäße Produktion des neuen Langspielers stammt von Charlie Bauerfeind, der auch schon für BLIND GUARDIAN, HELLOWEEN und HAMMERFALL gearbeitet hat. Das leicht kitschige - aber zur Mucke passende - Cover hat Hugh Gilmour entworfen, von dem Artworks stammen, die Veröffentlichungen von WHITESNAKE und IRON MAIDEN zieren. Und letztendlich wurde die Band auch schon für die diesjährige Ausgabe des WACKEN:OPEN:AIR bestätigt.

Und in dieser Liga könnten es sich CRIMES OF PASSION durchaus gemütlich machen. Wem melodisch-bombastischer Metal nicht zu pussylike ist, für den erscheint ein Kauf von “To Die For“ höchst empfehlenswert.


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