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Artikel veröffentlicht am 17.03.2013 | 1748 mal gelesen

Das ultra-käsige Intro lässt nichts gutes erahnen. Und mit der dumpfen Matschproduktion werden EPICRENEL definitiv keinen Blumentopf gewinnen. Zudem bezeichnen die Finnen ihren Stil als "Symphonic Adventure Metal". Wenn wir hier also keinen zweitklassigen RHAPSODY (OF FIRE?)-Klon vor uns haben, was dann?

Tatsächlich orientiert sich die Truppe vornehmlich an der Frühphase der italienischen Kitsch-Experten. Natürlich hat man auch eine klischeehafte Fantasy-Story als konzeptionelle Grundlage für die Texte zusammengezimmert, bei der nicht nur erfahrene Rollenspieler vor Langeweile das große Gähnen ereilen dürfte. Das hat man alles schonmal woanders besser gesehen, einen weiteren lauwarmen "Herr der Ringe"-Aufguss braucht kein Mensch!

Sänger Christian Palin veredelt mit seinem technisch soliden, aber unsagbar knödelig-pathetischen Gesang Kompositionen, die bei den offenkundigen italienischen Vorbildern inzwischen nicht einmal mehr als B-Seite Verwendung finden würden. Dazu gesellen sich immer mal wieder extrem ungewollt schief wirkende Disharmonien und Solo-Gegniedel, das durch ein möglichst schnelles auf und ab entlang der Tonleiter versucht, die Illusion technischer Brillianz zu erschaffen.


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