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CD-Review

Existance

Artikel veröffentlicht am 30.04.2012 | 648 mal gelesen

Frankreich ist bis auf wenige Ausnahmen nicht gerade als Mekka für talentierte Metal-Bands bekannt. Einige der bekanntesten Ausnahmen hören auf die Namen TRUST, SORTILÈGE oder H-BOMB. Mit EXISTANCE wagt sich nun eine neue Band an die Öffentlichkeit, die sogar den Sprössling eines ehemaligen H-BOMB-Musikers in ihren Reihen hat. Laut eigener Aussage wollen EXISTANCE aber nicht mit der Band von Frontmann Julian Izards Vater verglichen werden. Ein kluger Schachzug.

Die Musik von EXISTANCE erreicht nämlich leider zu keiner Sekunde die Qualität von oben genannten Bands. Izard und seinen Sidekicks fehlt es an Spritzigkeit und songwriterischem Talent. Das klingt jetzt erst einmal hart, ist aber so. Die acht Songs auf dem selbstbetitelten Debütalbum klingen alle sehr gefällig und man hört der Truppe an, dass sie ihre Instrumente beherrscht, denn einige der Soli sind durchaus hörenswert. Woran es “Existance” aber mangelt, sind packende Songs. Nummern wie “Diary Of Eternity”, “Innocent”, der Opener “Son Of Wolf” oder “Kill Me Madness” packen den Hörer zu keiner Sekunde. Ich habe selten einen so uninspiriert vorgetragenen Refrain wie den von “Kill Me Madness” gehört. Dabei hat Sänger Julian Izard ja durchaus eine angenehme Stimme, nur fehlt es seiner Performance, wie den Songs generell, an Power. Hin und wieder klingt Izard so, als ob er keine Lust hat zu singen – völlig uninspiriert und gelangweilt. Auch das Songmaterial selbst kommt über Mittelmaß nicht hinaus. Es fehlt allen Songs an Höhepunkten und Überraschungen. Das beste Beispiel ist hierfür sicherlich das langweilige, die Platte abschließende Instrumental “Existance”, das absolut leidenschaftslos dahinplätschert. Im Prinzip trifft das aber auf alle Songs von “Existance” zu, denn zünden will hier nichts so richtig.

Generell mangelt es der Platte auch an Ecken und Kanten. Die Produktion ist ebenso saft- und kraftlos wie die Darbietung der Band und rettet diese Scheibe auch nicht. Dabei möchte ich der Band gar nicht mal absprechen, dass sie Ambitionen hat und ihre Instrumente beherrschen sie hörbar ja auch. Trotzdem frage ich mich, wer sich das Album kaufen soll. Gerade im traditionellen Metal-Bereich ist in den ersten vier Monaten des Jahres schon so viel gute Musik veröffentlicht worden, die einem Gänsehautmomente beschert hat, dass man hinterfragen muss, ob EXISTANCE so überhaupt konkurrenzfähig sind.


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