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CD-Review

Beyond The Boundaries Of Sin

Artikel veröffentlicht am 18.08.2012 | 1427 mal gelesen

Wie buchstabiert man Epic Metal? Richtig, M-A-R-K-S-H-E-L-T-O-N. Bevor der MANILLA ROAD-Kopf in naher Zukunft mit neuem Material seiner Hauptband vorstellig wird, hat er sich mit einigen anderen Musikern dem Projekt HELLWELL gewidmet. Benannt nach Keyboarder E.C. Hellwell, hat Mark Shelton abermals ein imposantes Epic Metal Werk veröffentlicht, dass sich alle Fans des Genres sofort aneignen sollten.

Da die Musik von Mark ‘The Shark’ Shelton geschrieben wurde, dürfen sich auch Fans von MANILLA ROAD gerne eine Notiz auf dem Einkaufszettel machen. Die Musik auf “Beyond The Boundaries Of Sin” hat einen notorischen MANILLA ROAD-Touch und auch die Tatsache, dass Mark Shelton die Lead Vocals übernommen hat, schlägt natürlich eine Brücke zu Marks Hauptband. Allerdings hat Mark schon im Vorfeld Gerüchte im Keim erstickt, dass es sich bei “Beyond The Boundaries Of Sin” um ein Soloalbum handelt. HELLWELL ist ein Projekt, ja, aber keine Soloscheibe und auch die Affinität zu MANILLA ROAD ist zwar vorhanden, aber der ‘Shark’ kopiert sich nicht selbst, sondern lässt auch den anderen Musikern genug Freiraum ihre Ideen zu entfalten.
Ein großer Unterschied besteht hier in der Präsenz der Keyboards. E.C. Hellwell ist ein gleichberechtigter Partner an Sheltons Seite und man könnte sagen, dass es sich bei dem vorliegenden Album um eine MANILLA ROAD Platte handelt, die mit ebenbürtigen Keyboards angereichert wurde. Wer jetzt an das quasi Soloalbum “Circus Maximus” von Mark Shelton (das ja unter dem MANILLA RAOD-Banner erschienen ist) denkt, liegt gar nicht so verkehrt. Wobei man aber klar sagen muss, dass sich die Qualität der Songs von “Beyond The Boundaries Of Sin” stark von der auf “Circus Maximus” unterscheidet. Die ganze Scheibe umgibt ein mystisches Flair und Songs wie der Opener “The Strange Case Of Dr. Henry Howard Holmes”, “The Heart Of Ahriman”, “Keepers Of The Devils Inn” oder das die Platte abschließende “End Of Days” atmen alle einen ganz eigenen Spirit, der der Klasse von Marks Hauptband in nichts nachsteht. Viel Wert haben die Musiker auch auf die Texte gelegt, die allesamt auf Kurzgeschichten von E.C. Hellwell beruhen und in der zweiten Albumhälfte sogar ein zusammenhängendes, von Lovecraft beeinflusstes, Konzept bietet.

Was soll man noch sagen? Ein rundum gelungenes Album (auch, wenn man sich wie bei den MANILLA ROAD Veröffentlichungen gerne über den Sound unterhalten darf), dass nicht nur einen Mark Shelton in Hochform präsentiert, sondern sich auch wunderbar als Hintergrundbeschallung für die Lektüre von eben Lovecraft und Konsorten eignet. Die Riffs und Soli von Mark sind prägnant wie immer und auch seine Vocals sind ebenso intensiv, wie man es von seiner Hauptband gewöhnt ist. Starke Scheibe, die die Wartezeit auf die nächste MANILLA ROAD Veröffentlichung angenehm verkürzt.


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