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CD-Review

Between Daylight And Pain

Artikel veröffentlicht am 20.09.2012 | 1199 mal gelesen

Manche Bands müssen ihren Promos wirklich keine Visitenkarte beilegen, damit man sie geographisch einordnen kann. So ist im Falle der HOLY KNIGHTS schon nach wenigen Takten klar, dass die Truppe aus Italien stammt. Im Umkehrschluss sollte es damit der Leserschaft leicht fallen, ihre Erwartungshaltung an die Musik der Jungs zu formulieren.

Hat da gerade jemand RHAPSODY (OF FIRE?) geschrien? Ja, richtig, der/die Herr/Dame! Mit ihrem Soundtrack-schwangeren Bombast-Italo-Symphonic-Power-Metal-Mix wandeln die HOLY KNIGHTS trittsicher in den Fußspuren von Luca Turilli und/oder Alex Staropolis. Und wo diese beiden Szene-Vorreiter mit schöner Regelmäßigkeit vom rechten Weg abkommen und knietief im klebrigen Kitsch-Sumpf einsinken, da folgen ihnen die HOLY KNIGHTS brav und ohne zu zögern.

Man mag es bereits erahnen: Wer stets in den Fußstapfen anderer wandelt, der läuft kaum Gefahr, selbst einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. So ist der Mangel an Eigenständigkeit das größte Problem der HOLY KNIGHTS. Stärken und Schwächen ihrer Musik sind absolut deckungsgleich mit denen der Vorbilder und wo die Produktion von Gitarren, Gesang und Orchestersounds glasklar und druckvoll die Ohren schmeichelt, da ist das Songwriting leider völlig überladen und dennoch vorhersehbar.

Eigentlich ist "Between Daylight And Pain" ein Comeback-Album, denn nach ihrem 2001er Debütalbum "Gate Through The Past" lag die Band aufgrund interner Probleme einige Jahre lang auf Eis. Ob die Welt aber wirklich auf die Rückkehr einer RHAPSODY (OF FIRE)-Klon-Band gewartet hat, darf ernsthaft bezweifelt werden. Da nutzt es auch nichts, dass handwerkliche Umsetzung in Ordnung geht und das Gesamtprodukt dadurch nicht schlecht geworden ist - gut geht eben leider auch irgendwie anders.


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