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CD-Review

Songs For The Lost

Artikel veröffentlicht am 20.12.2007 | 3776 mal gelesen

Mit ihrer zu Recht abgefeierten EP "Roses On White Lace" räumten ICARUS WITCH vor nun mittlerweile fast drei Jahren den Undergound quasi von hinten auf und lehrten so manch Alteingesessenen das Fürchten, denn diese Band ist talentiert und verdammt hungrig. Noch im selben Jahr folgte das Debüt-Album "Capture The Magic", das mich nach dem grandiosen Auftakt der EP allerdings ein wenig enttäuschte, denn obwohl die Songs durchweg Klasse beweisen, wirkt "Capture The Magic" als Gesamtwerk gesehen zu geschliffen und schlichtweg zu gleichförmig, denn entgegen der EP befindet sich auf diesem Longplayer keine einzige Up-Tempo-Nummer. Mit "Songs For The Lost" folgt nun das zweite Album der US-Amerikaner aus Pittsburgh, Pennsylvania, und setzt zunächst dort an, wo "Capture The Magic" aufhörte.

Auch auf diesem Longplayer hört man die Einflüsse von Bands wie IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST, QUEENSRYCHE, RAINBOW, DIO, W.A.S.P. und MÖTLEY CRÜE heraus, doch ICARUS WITCH verstehen es trotz allem, ihren Songs einen eigenen unverkennbaren Stempel aufzudrücken und begeistern vor allem auch mit den Vocals von Matthew Bizilia, der mit seiner Stimme Wunder vollbringt. In einem Moment klingt Bizilia nämlich stark nach Bruce Dickinson, dann wieder nach Geoff Tate oder Vince Neil. Das gefällt mir ausserordentlich gut!

Mit dem flotten "Out For Blood" gibt das Album einen würdigen Einstand und ist mit einem wunderbaren Chorus ausgestattet, wobei die Band auf eindrucksvolle Art und Weise einmal mehr ihr Können beweist. Auch der nächste Track "Written In The Stars" bewegt mit seinem starken Bassspiel zu Begeisterungsstürmen, wirkt im Vergleich zum Opener jedoch um einiges gemächlicher. Die Halbballade "The Sky Is Falling" hat enormen Ohrwumcharakter, wobei das mächtig abrockende "Nature Of The Beast" ein wenig an OZZYs "No More Tears"-Album erinnert. Der geniale Mid-Tempo-Stampfer "Afterlife" zeigt schließlich noch einmal ganz deutlich das Talent der Gruppe für eigene Ideen und Arrangements. Bemerkenswert ist auch die Coverversion von DEF LEPPARDs "Mirror, Mirror", für die Joe Lynn Turner als Gastmusiker verpflichtet werden konnte und damit das Original sogar locker toppt!

Fazit: ICARUS WITCH liefern mit "Songs For The Lost" ein vielschichtiges und eingängiges Album ab, bei dem Fans der frühen Achtziger garantiert Freudentränen in den Augen haben werden. Dabei ist dieser Longplayer eine deutliche Steigerung zum Debüt und somit allen Freunden von Hard Rock, Heavy Rock und Heavy Metal wärmstens zu empfehlen!


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