Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
Metal.de auf Facebook
CD-Review

Dungeon Masters

Artikel veröffentlicht am 27.12.2012 | 4142 mal gelesen

Mit “Dungeon Masters“ haben IRON KOBRA aus dem Ruhrpott ihr neues Album am Start. Da fällt die Bestimmung der Marschrichtung nicht schwer: Klassischer Heavy Metal dürfte hier angesagt sein.

Und tatsächlich ist das genau die Art von Musik, die uns die vier Gelsenkirchener auf ihrer neuen Scheibe präsentieren. Der musikalische Horizont wird dabei lediglich noch mit einem ordentlichen Hauch Speed Metal erweitert. Aber wenden wir uns doch zunächst den positiven Aspekten des Silberlings zu. Da ist sicherlich das nicht von der Hand zu weisende musikalische Talent der Jungs zu nennen. Der Sänger hat ein ordentliches Händchen für schöne Screams, der Gitarrist zockt Soli runter, die auch im absoluten Profi-Bereich ihre Daseinsberechtigung hätten und der Schlagzeuger legt ein teilweise schon wahnwitziges Tempo vor.

Das war es aber leider auch schon an positiven Seiten. Denn die Kombination dieser Talente ist gründlich in die Hose gegangen. Das Material wirkt größtenteils, als würde jeder ein anderes Lied spielen. Gerade bei rhythmusbasiertem Material wie diesem wäre es schon wichtig gewesen, dass sich alle an den Takt halten, den der Mann an der Schießbude vorgibt. Auch der Vokalist sollte noch einmal etwas nachsitzen. Denn sein oben erwähntes Talent setzt er grundsätzlich an der falschen Stelle ein, so dass er häufig genug wie eine Katze klingt, der jemand auf den Schwanz getreten ist. Auch das Drumherum stimmt leider nicht. Das Cover sieht aus, als wäre es von einem Siebenjährigen in zehn Minuten mit Photoshop zusammengeschraubt worden, der Sound ist auf einem Niveau, auf dem vor zehn Jahren Demos veröffentlicht wurden und für die Bandfotos hätten sich selbst MANOWAR in den 80ern geschämt.

Insgesamt gibt es also noch viel zu tun für IRON KOBRA. Sie haben zwar Talent, das sie aber auf “Dungeon Masters“ absolut verschleudern. Bleibt nur zu hoffen, dass sie sich in Zukunft mehr Mühe geben. Bis dahin kann an dieser Stelle eigentlich nur eine Empfehlung ausgesprochen werden: Finger weg!


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen:

falk
melden falk | 28.12.2012 | 17:06 Uhr

Hier wurde ein beleidigender Kommentar gelöscht.  

melden Kalle (unregistriert) | 31.12.2012 | 12:51 Uhr

Darüber wie sinnig es ist jemanden der offensichtlich kaum Musik aus dem "Old School" Bereich hört ein Review über eine Band wie Iron Kobra schreiben zu lassen kann man sich streiten. Ich finde es sehr sinnlos, aber das mögen wohl andere anders...  

melden Doombringer (unregistriert) | 23.02.2013 | 20:17 Uhr

Ich mag den leicht rohen Sound der Scheibe, das passt zum Musikstil. Leichte Temposchwankungen und dass nicht jeder Ton perfekt sitzt gibt dem ganzen seinen eigenen Charakter und stört nicht. Das Cover basiert auf der Zeichnung, Schrift dazu,...  

melden Evil Ewald (unregistriert) | 26.02.2013 | 10:53 Uhr

@falk: Alo ich bin totaler Oldschool-Fan und kann das Review trotzdem absolut unterschreiben. Das ist ganz schlimm was Iron Kobra da fabrizieren und ich hab ausser der "Ich find alles toll was oldschool ist und so scheiße, daß sichs sonst keiner...  

falk
melden falk | 26.02.2013 | 14:35 Uhr

@Evil Ewald: Ich weiß nicht mehr, was in dem gelöschten Kommentar stand - erfahrungsgemäß wird es aber wahrscheinlich etwas gewesen sein, das dem Rezensenten gegenüber persönlich beleidigend war.