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CD-Review

Cloud Riders Part 1

Artikel veröffentlicht am 27.01.2013 | 1018 mal gelesen

Das klassisch-bombastische Intro "Rider’s Theme" lässt den Zuhörer wohl bereits erahnen, was auf ihn zukommen wird. Also entspannen und abwarten, sowie zur Sicherheit jede Menge "Zucker“ einstellen, denn man darf annehmen, das es übermäßig pompös wird.

Und das tut es auch, und zwar amtlich, denn auch als die Band ins Geschehen einsteigt, bleibt dieser Eindruck bestehen, schließlich wirkt der instrumentale Vortrag auch noch zu Beginn von "The Map“ nicht gerade "geringfügig" bombastisch und lässt sofort Gedanken an Formation wie RHAPSODY OF FIRE und Konsorten aufkommen. Auffällig ist jedoch auch bald eine offenbar gewisse Affinität zu diversen "Seefahrern“ in der Szene, denn KERION lassen hinsichtlich der Rhythmen diesbezüglich durchaus daran denken, wie es wohl klingen könnte, würden sich ALESTORM an symphonisch angelegte Kompositionen heranwagen.

Will sagen, bei aller Erhabenheit, mit der das französische Unternehmen KERION zu Werke geht, ein gewisser "Schunkelfaktor“ ist dem Material immerzu anzumerken. Da kann auch Frontdame Flora Spinelli mit ihrer wahrlich eleganten Gesangsstimme, die sie wohl auch für erhabene Exponate wie KAMELOT qualifizieren würde und mit der sie mit Sicherheit auch in edlen "Female Fronted Metal“-Bands wie beispielsweise EDENBRIDGE perfekt aufgehoben wäre, noch so einen seriösen Eindruck machen.

Auch die mitunter in eine ähnliche Richtung tendierenden, teilweise neoklassizistisch anmutenden Arrangements erhalten durch diesen "Faktor“ eine unnötigen zusätzlichen "Zuckerguss“, der es den FranzösInnen nicht einfach machen wird, überhaupt ernst genommen zu werden, selbst wenn es durchaus auch elegant und mit Hingabe, sowie unterstützt von Gästen von SILENT FALL, CARAVELLUS oder FAIRYLAND und einem mächtigen Chor mehr als nur imposant und dennoch kitschfrei zur Sache geht. Generell lässt sich festhalten, dass die Symphonic Metal-Basis, wie auch das Konzept an sich, das auf einer Science-Fiction-Story basiert und phasenweise im "Breitwand-Format“ aus den Boxen kommt und dadurch Soundtrack- und Kino-Flair vermittelt, überaus ansprechend und auch anspruchsvoll ausgefallen sind, dennoch überkommt mich im Verlauf der Spielzeit leider immer mehr ein gewisses "Karnevals-Feeling".

Hier wäre ein reduziertes, "ernsthafteres" Klangkorsett definitiv förderlicher gewesen. Schade um die tollen Voraussetzungen und Ansätze.


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