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CD-Review

Never Cry Wolf

Artikel veröffentlicht am 20.11.2011 | 509 mal gelesen

Mit ihrem selbstproduzierten Zweitwerk "Never Cry Wolf" treten LORD VOLTURE erstmals so richtig ins Blickfeld der Metal-Gemeinde. Die Niederländer hatten 2010 zwar schon das Album "Beast Of Thunder" veröffentlicht, bei ihrem zweiten Dreher gehen sie nun aber auch in die Promotion-Offensive.

Mit einer Mischung aus oldschooligem Heavy Metal und druckvollem US Power Metal spielen sich die Jungs aus Gelderland schnell in die Gehörgänge. Die Remineszensen gehen am Ehesten zu Bands wie JAG PANZER oder VICIOUS RUMORS, wobei LORD VOLTURE sich aber höchstens soundlich inspirieren lassen, kompositorisch dagegen ihren eigenen Ideen freien Lauf lassen.
Das Songwriting ist auch bereits solide bis gutklassig. Die Stücke grooven schön, können aber auch mit ihrem Melodien punkten. Bei Tempo und Stimmung wird variiert, und so sind auch die Hooks vielseitig. Es gibt eingängige Nummern ebenso wie komplexere. Mal geht es eher etwas episch zur Sache, dann übernehmen aber auch thrashige Elemente vorübergehend die Führung.
Explizite Highlights offenbart "Never Cry Wolf" nicht, allerdings auch keinen schwachen Track. Das Kompositionslevel ist konstant überdurchschnittlich. Ich bin sicher, jeder wird auf dem Album seine eigenen Favoriten finden, da die Atmosphäre der Songs eben so vielfältig ist. Bei mir hinterlassen "Never Cry Wolf", "Taiga", "Necro Nation", "I Am King" und "The Wolf At Your Door" die meisten Eindrücke.
Auch handwerklich ist soweit alles im grünen Bereich. Lediglich bei ein paar Höhenausflügen wird der raue, markante Gesang von David Marcelis ein klein wenig wackelig. Dafür ist sein Organ aber ein charakteristisches Markenzeichen mit Wiedererkennungswert für LORD VOLTURE. Eine echt starke Gesangsvorstellung gibt es von Gastsänger Sean Peck bei dem Track "Into The Lair Of A Lion" zu hören.

Dieses Release zeigt, dass LORD VOLTURE ihren Weg im traditionellen Heavy Metal auf jeden Fall gehen werden. Die Niederländer lassen sicherlich noch etwas Raum zur Steigerung, aber insgesamt ist "Never Cry Wolf" ein abwechslungsreiches und überwiegend gutklassiges Heavy-Metal-Album, das sich sieben Punkte redlich verdient hat.


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