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CD-Review

Rise High (EP)

Artikel veröffentlicht am 29.07.2012 | 1071 mal gelesen

Wieder mal was Neues aus "Hannover Rock City": Mit MILLARIUM stehen vier Burschen (namentlich: Daniel Curcija (Gesang), Dennis Schönke (Schlagzeug), Steven Graupmann (Gitarre) und Sören Scherf (Bass)) Gewehr bei Fuß, um uns mit ihrer opulenten wie zwingenden Melange zeitgemäßer Rock und Metal-Klänge zu erfreuen und mitzureißen.

Seit drei Jahren erst zusammen, wissen die Burschen auf jeden Fall schon darüber Bescheid, dass man mit Einseitigkeit und Monotonie kaum Zuhörer finden kann und von daher setzen sie auf ihrer ersten EP auf Abwechslungsreichtum. Genau das ist zwar ebenso der eigentliche Kritikpunkt an sich, weil mitunter eher ein Grenzen ausloten als "Fokus" zu vernehmen ist, als durchgehend eingängige Kompositionen, doch ich bin ziemlich sicher, dass der Weg des Quartetts dennoch der richtige ist.

Mit dem deftigen, ein wenig an Größen wie ALTER BRIDGE orientierten Heavy Groove-Rocker "Insidious" geht es amtlich und druckvoll los, bevor sich in "Not Myself" auch Modern Thrash-Elemente (MACHINE HEAD) finden lassen, auch wenn diese noch nicht ganz "rund" in das Gesamtwerk eingeflochten werden konnten. Der Titeltrack lässt dann erkennen, dass man sich auch schon an epischen Kompositionen versucht, denn der Vierer kredenzt einen gut siebenminütigen Song, der das Talent der Jungs hinsichtlich Songwriting unter Beweis stellt, zeitgleich aber auch den Nachholbedarf in Sachen zwingender Momente offenlegt.

Den Abschluss macht dann die wohl polarisierende Ballade "Epic Diva", die bei so manchen Zuhörern wohl für Gänsehautalarm und Kuschelbedürfnis sorgen wird, bei den anderen aber auf Grund der "Zuckersüße" eher für da Gegenteil. Sei’s drum, die Jungs liefern mit dieser EP einen durchaus brauchbaren Szene-Einstand ab und lassen hoffen, dass sie für ihr erstes Langeisen wissen, welche Verbesserungen gemacht werden müssen.


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