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NAILGUN - Paindustry

NAILGUN

"Paindustry"
CD-Review, 2374 mal gelesen, 06.05.2011 Wertung 03/10

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Artikel veröffentlicht am 26.10.2012 | 2276 mal gelesen

Keine Ahnung, ob man die Chose als "natürlichen Entwicklungsprozess" im Lager der Band abtut, oder die Burschen von NAILGUN nach ihrer ersten Veröffentlichung "Paindustry" tatsächlich dermaßen hart an sich gearbeitet haben, wie es sich in meinen Öhrchen anhört. Für mich jedenfalls steht definitiv fest, dass man dieser Truppe aus dem Badischen für "New World Order" schlicht und ergreifend gratulieren muss.

Zum einen deshalb, weil das Sextett in Sachen Songwriting einen mehr als nur amtlichen Schritt nach vorne tätigen konnte und man auf "New World Order“ eine Fülle an Hits abgeliefert hat, zum anderen, weil es den Burschen gelungen ist, mit einer Melange daherzukommen, die zwar sehr wohl an so manche Größen erinnert, in Summe aber dennoch von einer abwechslungsreichen und eigenständigen Gangart geprägt ist.

Nicht zu vergessen auch Sänger Manuel Bühler, der sich im Vergleich zum erwähnten Debüt vor allem was die Ausdruckskraft betrifft, merklich gesteigert hat und unter Beweis stellt, dass er es mittlerweile locker schafft, emotionale Passagen auch so rüberzubringen, dass diese zur Wirkung kommen.

Überhaupt scheint sich Manuel prächtig entwickelt zu haben, denn er präsentiert sich mittlerweile als sehr variabler Sänger, der sowohl mit kehligen Passagen, die durchaus auch an James Hetfield erinnern, zu gefallen weiß, aber auch in den höheren Regionen, die mich an ein Mittelding aus Andy Franck und Warrel Dane denken lassen, gute Figur abgibt.

Nicht minder variantenreich auch die Mucke, die uns die Badener auftischen. So gibt es reichlich Hymnen, die - wie beispielsweise "When God Turned Away" - auch der süddeutschen Konkurrenz BRAINSTORM gerecht würden, aber auch knackiges Kraftfutter, das durchaus auch an technisch versierte Truppe wie SYMPHORCE (R.I.P. - ich weiß da jemanden, der sich über eine Reunion mächtig freuen würde...) oder gar NEVERMORE denken lässt ("Change Of Seasons“).

Dazu kommen noch jede Menge dunkel-düsterer Epen ("Darkest Hour“ kommt gar in finnischer Eleganz aus den Boxen - ein Hammer vor dem Herrn!) und auch gefühlvolle Momente brauchen nicht zu vermisst werden, allen voran im schaurig-schönen Gänsehaut-Finale "You Are Everything“.

Abgerundet wird die Chose von einem wirklich gelungenen Soundkleid, das dem Album zu einer überaus ordentlichen Gesamtwirkung verhilft und NAILGUN wohl einen entscheidenden Schritt auf der Karriereleiter nach oben steigen lassen wird. Thumbs Up!


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