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CD-Review

Oriic

Artikel veröffentlicht am 07.09.2012 | 1334 mal gelesen

ORIIC - als ich diesen Bandnamen das erste Mal gelesen habe, dachte ich mir, dass der Name etwas sperrig wirkt und ich konnte mir nicht wirklich etwas darunter vorstellen, aber das Trio um Mario Bruns hat sich bei dem Bandnamen neben einem coolen Klang etwas gedacht. Er stellt nämlich ein Akronym für Opportunities Running Interactively In Circles. Diese Worte kreisten Mario Bruns nach eigenen Angaben beim Joggen im Park durch den Kopf und er nahm dies zum Anlass, seine Gedanken und Gefühle in einem Musikprojekt zum Ausdruck zu bringen. Als Verstärkung holte er sich noch Stefanie Lorenz, die die Mainvocals zum Besten gibt und über eine klassische Gesangsausbildung verfügt, und Tobias Engelhardt, welcher das Piano und bei zwei Tracks den Gesang übernimmt, ins Boot. Soweit so gut, aber was gibt die Scheibe her? Da der Bandnamen und Idee zum Projekt beim Laufen entstanden sind, hab ich gleichmal meine Laufschuhe angezogen und mir den Sound auf die Ohren gegeben, um die Platte bei 30 Grad Hitze und schweren Beinen auf Herz und Nieren zu prüfen.

Die Platte startet nach dem obligatorischen Intro mit dem Track "Misery and Tragedy". Hier kommt gleich mal der duale Gesang von Stefanie Lorenz und Tobias Engelhardt, der bei dem Track den Hauptpart übernimmt und ziemlich trashig klingende Vocals zu bieten hat und auch ansatzweise Gegrowle hervorbringt, zum Einsatz. Der Gesang ergänzt sich gut und wird durch nette, verspielte Gitarrenparts und treibende Drums unterstützt. Beim nächsten Track, der "Generation X" heißt, kann man dann das erste Mal die Stimme von Stefanie Lorenz in Reinform genießen. Der Song an sich weist etwas härtere Riffs auf, aber der sehr gute Gesang steht eindeutig im Vordergrund und irgendwie hat man das Gefühl, etwas ähnliches wie NIGHTWISH oder WITHIN TEMPTATION zu hören, aber mit stellenweise schon an Stonersound grenzenden schweren Gitarrenparts. Diese Mischung aus weiblichem Cleangesang, harten Riffs, sehr einfallsreichen und gut klingenden Gitarrensolos, dezente Pianoklänge und gelegentlichem trashigem Gesang macht letztendlich ORIIC aus und ist das, was man das Album über meistens geboten bekommt. Und diese Mischung hört sich gut an und gefällt. Zudem muss man sagen, dass Tracks wie "Balance In 3_4", in dem wunderbare Gitarrenklänge zum Träumen einladen, oder "Keep The Good Things In Our Hearts" (besonders die Unpluggedversion), wo es eher ruhig und balladenmäßig von Statten geht, das Album auflockern und reichlich Abwechslung bieten.

Insgesamt wird auf der Scheibe einiges Geboten und man hat beim Hören seinen Spaß. Technisch sauber gespielt mit netten Einfällen und sehr gutem Gesang - das führt dazu, dass man selbst nach einer dreiviertel Stunde Joggen noch Spaß an der Scheibe hat. Einziger Kritikpunkt sind einzelne Parts bei denen man das Gefühl hat, dass zwanghaft versucht wird noch ein wenig Elektroklänge in Songs einzubauen. "Release The Pressure" ist so ein Track. Nette Idee, aber irgendwie passt das nicht zum Gesamteindruck der Platte. Abgesehen davon ist die Scheibe absolut empfehlenswert.


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