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Paatos - Silence Of Another Kind

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CD-Review, 4123 mal gelesen, 03.07.2007 Wertung 08/10
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01.05.2008

Das streng limitierte neue Live-Album "Sensors" der Schweden PAATOS ist ab sofort über die Bandwebsite (Link) erhältlich.

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CD-Review

Kallocain

Artikel veröffentlicht am 05.07.2004 | 6166 mal gelesen Als ein Fan von Schweden freue ich mich immer wieder, neue Bands aus diesem Land vorzustellen, allerdings freut es mich umso mehr, wenn diese Bands wirklich etwas Neues mitbringen. Also vergessen wir erst mal PAATOS' Herkunft, denn in diesem Fall können wir die ganzen Schweden-Metal-Klischees locker beiseite lassen. Die Band selbst definiert ihren Stil als "melancholic post rock". Da man in diesen Begriff noch vieles reininterpretieren kann, werde ich mich trotz einer Tendenz in die New-Art-Rock-Richtung gegen diese Kategorisierung nicht wehren. "Kallocain" hat etwas Stranges an sich, aber etwas was in seiner Fremdartigkeit zugleich faszinierend und anziehend ist. Wunderbare Musik für melancholische Momente, oder zum Chill out. Die manchmal nach Beth Gibbons klingelnde Stimme von Petronella Nettermalm trägt die Qualität in berührender Weise. Die brüchigen, mit einem Timbre zwischen naiv und phlegmatisch Vocals erheben sich wie ein Fabelwesen aus dem Fluss der Klänge und tauchen zwischen kolorierenden Gitarren und verebbendem Mellotron auf. Ätherisch und wie in Nebel gehüllt gleitet Petronella dahin, rezitiert Gedichte und Balladen, um am Ende wieder abzutauchen. PAATOS beherrschen den Minimalismus bis zur Perfektion, scheuen aber auch nicht üppige Arrangements. Zart, zerbrechlich, verträumt und leise spielen sich die Schweden mit ihrer bittersüßen Melancholie ins Herz. Die Melodien nehmen ungewöhnliche Wege, die Lyrics sprühen vor schräger Fantasie, und die Musiker agieren virtuos. Entspannte Klänge, die modern, aber trotzdem nicht penetrant, emotional und zurückhaltend zugleich, schräg und balsamisch harmonisch sind, begeistern mit ihrer Sinnlichkeit. Die spärliche Instrumentierung übt mit der zarten Stimme eine melancholische, zuweilen fragile, in jedem Fall aber atmosphärevolle Dichte aus, die eine große Wärme und Leichtigkeit ausstrahlt. Wispernd, feenhaft, subtil, bizarr, surreal lässt "Kallocain" innere Bilder entstehen, deren Kraft man sich gerne hingibt. Eigenwillige Soundlandschaften, die sowohl zum Entspannen einladen, als auch zum bewussten Hören geschaffen sind. Traumhaft...im Herbst live mit Procupine Tree zu bewundern.
Kommentare
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Sickman
melden Wertung 10/10 Sickman | 15.05.2007 | 01:00 Uhr

Selten so ein wundervoll intensives Album gehört. "Kallocain" braucht sicherlich einige Anläufe, bevor es sich einem erschließt und man sich an die recht eigenwillige Art der Band gewöhnt hat, aber wenn man einmal diese...