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Metalizer

Artikel veröffentlicht am 27.04.2007 | 4828 mal gelesen

Eigentlich können sich SABATON glücklich schätzen, dass Schwierigkeiten mit ihrem damaligen Label den Release des eigentlichen Album-Debüts "Metalizer" verhindert haben und somit das weitaus gereiftere "Primo Victoria" einen ersten Siegeszug in den Reihen der True-Metal-Helden anstreben konnte. Denn das 2002 aufgenommene Werk bedient sich munter bei bereits etablierten Grössen wie MANOWAR, frühen HELLOWEEN, GRAVE DIGGER und selten auch bei RUNNING WILD, ohne dabei auch nur einmal wirklich originell zu klingen.

Der Titeltrack "Metalizer" zum Beispiel klingt wie eine schneller gespielte Version von RUNNING WILD's "Branded And Exiled", der gallopierende Rhythmus von "Shadows" entstammt RUNNING WILD's "The Hussar", der Anfang von "Burn The Cross" klingt wie einem MANOWAR-Song entsprungen und der JUDAS PRIEST Cover-Song "Jawbreaker" erinnert mich in der mehr als langweiligen Umsetzung sehr stark an GRAVE DIGGER. So ziehen sich die Parallelen eigentlich durch sämtliche Songs. Riffs und Hooks sind mal hier und mal dort entliehen und es will keine richtige Freude aufkommen, ganz im Gegental sogar, es langweilt furchtbar, zumal sich die Songs selbst auch noch untereinander sehr ähnlich sind.

Okay, ich gebe es zu, heute morgen beim Duschen habe ich den Opener "Hellrider" gesummt; glücklich bin ich darüber nicht, aber der Chorus bleibt einfach im Gedächtnis haften. Dennoch bevorzuge ich die oben genannten Originale als schwachbrüstige Kopien.

"Metalizer" ist ganz nett, mehr nicht und auch nicht weniger. Diese Scheiblette sollte jeden Fan der Band und natürlich jeden echten True Metaller zufriedenstellen, vor allem auch, weil SABATON's Demo "Fist For Fight" als zusätzliche Bonus-Disc beigelegt wurde. Allen anderen sei empfohlen vor dem Kauf reinzuhören, zudem Joakim Brodén's Stimme, die wie eine melodische Ausgabe des Herrn Chris Boltendahl (GRAVE DIGGER) klingt, auch nicht unbedingt jedermans Sache ist.


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