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CD-Review

Haunting Memories

Artikel veröffentlicht am 24.03.2010 | 2902 mal gelesen Ohne jetzt wirklich meckern zu wollen, muss hier angemerkt werden, dass es an dieser Scheibe doch auch einen Kritikpunkt anzubringen gibt. "Haunting Memories" ist nämlich nach nur knapp mehr als 24 Minuten schon wieder zu Ende und der Zuhörer bekommt lediglich die Chance sich an vier Exponaten des Schaffens dieser Amis zu ergötzen.

Doch das ist auch schon das einzige Manko dieser Scheibe, denn die vier Herrschaften aus Kalifornien haben ein überaus imposantes Stück Edelmetall anzubieten, zu dem der Power Metaller ebenso erfreut mit der Zunge schnalzen wird, wie der Freund von kraftvoll intoniertem Doom Metal in bester SOLITUDE AETURNUS-Machart (Checkt mal "Worms Of The Universe" und werdet mich verstehen).

Ins Leben gerufen wurden SCARRED im Jahr 2001 vom Gitarristen John Toscano, wobei es seine Intention gewesen ist, eine Metal-Band zu gründen, die Einflüsse von Formationen wie JUDAS PRIEST und IRON MAIDEN mit zeitgemäßen Power Metal-Anleihen, die vorwiegend von ICED EARTH und NEVERMORE stammen, kombiniert.

Operation gelungen, Patient quicklebendig!
Mehr noch, "Haunting Memories" entpuppt sich als wahres Sammelsurium an Leckerlis für den Metal-Gourmet! Neben den bereits gennannten Referenzbands müssen auch noch METAL CHURCH (der Titeltrack versprüht ähnliche Vibes wie "Watch The Children Pray") und SAVATAGE (vor allem die gefühlvollen Riffs und Gitarrenpassagen klingen schwer von Criss Oliva inspiriert) erwähnt werden, um die Melange in vollem Umfang zu beschreiben. Darüber hinaus lässt sich auch noch eine massive Progressive Power Metal-Schlagseite vernehmen, die vor allem im eröffnenden "Rise Like The Sun" zu vernehmen ist, mit dem SCARRED diverse US-Underground-Heroen aus den späten 80er Jahren in Erinnerung rufen (OPPOSITE EARTH anyone?).

Dazu passend klingt auch der in allen Lagen imposante Gesang von Eric Claro, der die Band in Richtung von Größen wie NEW EDEN und Konsorten tendieren lässt, selbst wenn Eric nicht ganz die Höhenregionen mancher Genrekollegen erklimmt. Fraglich bliebt bloß, wo und wie sich der Kerl bisher dermaßen gut verstecken hat können, gilt er doch bislang als unbeschriebenes Blatt und kam erst zu SCARRED, als es galt seinen Vorgänger Sami De John (RUTHLESS) ersetzen. Ein echter Glücksgriff, Herr Toscano, Respekt!

Da die vier Songs leider nicht wirklich lange andauern, bleibt als Fazit (neben der "Repeat"-Taste natürlich) bloß, der Band mitzuteilen, dass wir von SCARRED dringend MEHR zu hören bekommen wollen. Bis dato existiert neben dieser EP nämlich ohnehin nur das offenbar in Europa gänzlich unbekannte Debüt "Shadow Of Conspiracy", mit dem die Band im Jahr 2003 in die Karriere gestartet war. Der Erfolg schien damals jedoch ausgeblieben zu sein, denn nach einigen Gigs in der Heimat zerbrach das einstige Line-Up sehr bald.

Zu unserem Glück hat sich John von seiner Intention aber auch dadurch nicht abbringen lassen und die Band einige Monate später erneut an den Start gebracht. Danke dafür, denn mit "Haunting Memories" haben SCARRED ein überaus gehaltvolles Stück glänzendes, hochwertiges Metal anzubieten!

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