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Fragments

Artikel veröffentlicht am 02.09.2012 | 880 mal gelesen

Eine wahrhaft obskure Mischung haben SHATTERED DESTINY da auf ihrer Debüt-EP zusammengerührt. Der progressive Sound des Quintetts streut großzügig Thrash- und Power-Metal-Elemente ein und bietet sogar Raum für vereinzelt zu Tage tretendes Doom-Flair - Schubladisierung zwecklos!

Interessant ist auch der geographische Background der Band, denn während Sänger und Songschreiber JJ seine Zelte in Los Angeles aufgeschlagen hat und Rhythmus-Gitarrist Steve S. aus Chicago stammt, kommen Gitarrist Roman Guryev und Drummer Andrey I. (der auf der EP allerdings noch nicht zu hören ist) aus Moskau, Bassistin Lena H. gar aus der Ukraine. Um eine "klassische" Band mit regelmäßigen gemeinsamen Proben dürfte es sich somit eher nicht handeln, als einfaches Projekt verstehen sich die Musiker aber sicherlich nicht.

Für die Aufnahmen zu "Fragments" haben sich SHATTERED DESTINY in Göteborg eingefunden und sich dabei gleich mit Joacim Cans, Pontus Norgren (beide HAMMERFALL) und Niklas Sundin (DARK TRANQUILLITY) prominente Unterstützung für Produktion, Mix, Backing Vocals und Cover-Artwork gesichert. Irgendwas muss wohl an dieser Combo dran sein, wenn solch namhafte Musiker bereitwillig für Namedropping herhalten.

Tatsächlich ist das Songwriting extrem inspiriert und strotzt vor cooler Ideen, wenngleich diese nicht immer zu Ende gedacht und in stringente Kompositionsmuster eingefügt werden. Eine Komposition wie das mit seiner poppigen Refrain-Melodie an eine leicht angethrashte Version von HELLOWEEN erinnernde "Oblivion" entpuppt sich aber als veritabler Ohrwurm, der dem Hörer unweigerlich ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubert.

So griffig sind die anderen drei Stücke nicht, dafür liefert man hier teilweise ein etwas anspruchsvolleres Riffing und mehr Aggressionen ab. Die Stilfindung scheint allgemein noch nicht ganz abgeschlossen zu sein, wer sich aber an dem kunterbunten Stilmix nicht stört, findet hier eine abwechslungsreiche Scheibe voller spannender musikalischer Momente vor. Man darf gespannt sein, inwieweit sich SHATTERED DESTINY bis zu den Aufnahmen des Full-Length-Debüts, die für Winter geplant sind, noch die Hörner abstoßen wird.


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