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Reviews der Band
Van Canto - Dawn Of The Brave

Van Canto

"Dawn Of The Brave"
CD-Review, 2551 mal gelesen, 06.02.2014 Wertung 08/10
Van Canto - Tribe Of Force

Van Canto

"Tribe Of Force"
CD-Review, 8495 mal gelesen, 12.02.2010 Wertung 10/10
Van Canto - Hero

Van Canto

"Hero"
CD-Review, 5613 mal gelesen, 11.10.2008 Wertung 08/10
Van Canto - A Storm To Come

Van Canto

"A Storm To Come"
CD-Review, 6293 mal gelesen, 13.02.2007

Interviews der Band
Van Canto
Interview mit Stefan Schmidt zu "Peers Heimkehr"
8795 mal gelesen, 10.12.2011
Van Canto
Interview mit Stefan Schmidt zu "Break The Silence"
5625 mal gelesen, 06.10.2011
Van Canto
Van Canto
8125 mal gelesen, 01.03.2007

News der Band

10.09.2014

Wie viele Bands, die ein neues Genre erschaffen, spalten sie ihre Szene. Wie viele Bands, die ihren eigenen Weg gehen, spricht der Erfolg für sie....

16.04.2014

20.03.2014 – Pratteln, Z7, Von Stef, An diesem Wochenende lernen wir viel über Clubs, Respekt, den Umgang mit Fans und Crew und überhaupt. Zuerst...

10.02.2014

Die deutschen A-capella-Metaller VAN CANTO haben ein neues Video zum Song "Into The West" gepostet. Der Track stammt vom Album "Dawn Of The Brave"...

15.12.2013

Was haben BLACK SABBATH, METALLICA und SABATON, das VAN CANTO nicht haben? E-Gitarren! Was haben VAN CANTO, das BLACK SABBATH, METALLICA und...

19.09.2013

Die A-Cappella-Metaller VAN CANTO arbeiten derzeit zusammen mit Charlie Bauerfeind (BLIND GUARDIAN, HELLOWEEN, HAMMERFALL) und Ronald Prent ...


Live-Reviews der Band
Tour Of The Brave 2014
2468 mal gelesen, 31.10.2014
No Silence To The End Tour 2011/2012
4923 mal gelesen, 31.10.2014
"We Sing Some Metal Songs" - Tour-Abschluss 2010/2011
13231 mal gelesen, 31.10.2014
Sacred Worlds And Songs Divine
9178 mal gelesen, 31.10.2014

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CD-Review

Break The Silence

Artikel veröffentlicht am 13.09.2011 | 7915 mal gelesen

Obwohl ich rein sachlich betrachtet wenig an "Tribe Of Force" auszusetzen hätte, konnte mich das dritte VAN CANTO-Album irgendwie nicht so richtig packen. Sollte der A-Cappella-Metal des Sextetts nach den zwei starken Vorgängern bereits seinen Reiz verloren haben? Diesbezüglich kann Entwarnung gegeben werden. Was auch immer "Tribe Of Force" gefehlt haben mag, "Break The Silence" hat es definitiv wieder. So lehne ich mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass das vierte VAN CANTO-Album nicht nur die drei Vorgänger deutlich in den Schatten stellt, sondern auch ohne Stromgitarren zu den besten Heavy-Metal-Alben des Jahres gehört.

Streng dogmatisch haben VAN CANTO ihren A-Cappella-Ansatz noch nie verfolgt. So sorgt das Schlagzeug schon immer für ein solides Rhythmus-Fundament und wo es Sinn macht, werden auch gelegentlich Gast-Instrumentalisten hinzugezogen. Da verwundert es wenig, dass auch der bandeigene Sound stetiger Veränderung unterworfen ist. So stellt der aufmerksame Hörer fest, dass die "Rakka-Takkas" auf "Break The Silence" etwas zurückgefahren wurden und man unter dem Strich auch weniger "Ran-Diggi-Dans" und "Dah-Res" vernehmen kann. Statt dessen rücken chorale Elemente und sich öffnende "Wuuooaahs" stärker in den Fokus, was die Stücke vielschichtiger und abwechslungsreicher erscheinen lässt. Man könnte sagen, dass VAN CANTO mit ihren Stimmen das volle Spektrum der Gitarrensounds nun wesentlich besser zu erfassen und imitieren vermögen.

Stilistisch griff die Band schon immer recht tief in die Heldenpathos-Kiste. So beginnt "Break The Silence" mit einer echten Schlachten-Hymne ("If I Die In Battle"), die sofort ins Ohr geht, für Gänsehaut sorgt und künftig einen perfekten Live-Opener darstellen dürfte. Und mit dem abschließenden "Master Of The Wind" covert man bereits zum zweiten Mal die ungeschlagenen, wenn auch inzwischen längst zur Selbstparodie verkommenen Pathos-Großmeister MANOWAR. Da das mit A-Cappella-Mitteln praktisch nicht zu ersetzende Klavier beibehalten wird, fühlt man sich an die Interpretation der APOKALYPTISCHEN REITER erinnert und erreicht tatsächlich auch deren Qualität. Allerdings zeichnet bei VAN CANTO Frontlady Inga Scharf für den Gesang verantwortlich, die dadurch eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass MANOWAR-Songs nicht nur aus dem Mund von Männern in Ledertangas gut klingen können.

Überhaupt merkt man Ingas Gesang große Fortschritte an. Mit gestärktem Selbstbewusstsein inszeniert sie sich endlich als gleichwertigen, wenn nicht sogar überlegenen Widerpart ihres Lead-Kollegen Sly. Am besten sind Van Canto jedoch immer, wenn die beiden sich im freundschaftlichen Wettstreit aneinander hochschaukeln und mit ihren Stimmen gegenseitig zu übertrumpfen versuchen. So werden "The Seller Of Souls" und "The Higher Flight" zu absoluten Highlights, obwohl sie im Grunde nur den altbewährten Strickmustern der früheren VAN-CANTO-Alben folgen. Noch weitaus besser gefällt mir hingegen das atmosphärisch extrem dichte "Black Wings Of Hate", bei dem sich Inga von einer gänzlich ungewohnten Seite zeigen und mit einer dreckig-kraftvollen Rock-Röhre überzeugen kann.

Neben MANOWAR gibt es mit BLIND GUARDIAN natürlich noch einen zweiten entscheidenden Eckpfeiler im VAN-CANTO-Sound. Durch die Aufnahmen in den Krefelder "Twilight Hall Studios", eine Cover-Version des "Bard's Song" und Gastgesang von Hansi Kürsch pflegte man in der Vergangenheit bereits regen Kontakt mit den erklärten Idolen von Bandleader Stefan Schmidt. Für die von einer unkonventionellen Melodiestruktur geprägte Ballade "Spelled In Waters" konnte man diesmal Rhythmus-Gitarrist Marcus Siepen gewinnen, der das Stück an der Akustik-Klampfe begleitet. Darüber hinaus dürften VAN CANTO eine der ersten Bands sein, die die Cover-Version eines Liedes der aktuell schwer angesagten Power-Metal-Überflieger SABATON veröffentlichen. Und obwohl mir die Original-Fassung von "Primo Victoria" noch eine Spur besser gefällt, hat die von treibenden Kriegstrommeln geprägte VAN-CANTO-Variante ihren ganz eigenen Reiz. Kein Wunder also, dass es sich SABATON-Frontsympath Joakim Brodén nicht nehmen lässt, dem Stück als Gastsänger seinen offiziellen Segen zu geben.

Mit dem Alice-Cooper-Hit "Bed Of Nails" hat man noch eine dritte Cover-Version im Gepäck, die zwar sauber umgesetzt ist, stilistisch aber leicht aus der Reihe tanzt. Komplettes Neuland betritt die Band hingegen mit "Neuer Wind", das erstmals mit einem deutschen Text aufwartet. Da man allerdings auch hier jede Menge MANOWAR-Pathos und eine starke Ohrwurm-Melodie wiederfindet, ist das Experiment gelungen und das Stück rundet ein herausragendes Album ab, das trotz der hohen stilistischen Bandbreite jederzeit den ganz eigenen VAN-CANTO-Stil erkennen lässt. Auch wenn es bestimmt wieder zahlreiche Nörgler geben wird, die nicht einsehen wollen, dass gut gemachter Metal auch gänzlich ohne Stromgitarren funktionieren kann, haben sich VAN CANTO mit "Break The Silence" selbst übertroffen und dürften ihre herausragende Stellung in der deutschen Metal-Szene festigen können.


Kommentare
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jens
melden Wertung 03/10 jens | 13.09.2011 | 08:19 Uhr

Ich möchte nicht unfair sein, aber das, was VAN CANTO von sich geben, ist weder neu - da es sich meistens um reine Cover-Songs handelt -, noch in irgendeiner Art und Weise faszinierend. Für einen oder zwei Songs lässt man sich diese lustige...  

heiko@metalde
melden heiko@metalde | 13.09.2011 | 10:03 Uhr

Da bin ich am ehesten bei Jens. Gitarren raus und Metal spielen, am besten eigene Songs, gerne auch etwas Innovatives - aber so verliert das innerhalb weniger Minuten seinen Reiz.  

firefighter
melden firefighter | 13.09.2011 | 10:32 Uhr

Ähm. Wie kann Jens eine Album bewerten was erst in 2 Wochen rauskommt? Noch dazu unter falschen Annahmen... Laut Amazon-Tracklist sind 7 von 10 Songs eigene. Bei der letzten Scheibe 10 von 13. Das ist dann irgendwie was anderes als "meistens reine...  

heiko@metalde
melden heiko@metalde | 13.09.2011 | 11:32 Uhr

Ich finde rein subjektiv, dass VC bei uns schon des Öfteren etwas überbewertet wurden. Live ging mir das ganze Geträller auch ziemlich auf den Geist, der Metal-Spirit und die letzte Überzeugung, dass ihre Musik wirklich als spannende Alternative...  

xeledon
melden xeledon | 13.09.2011 | 12:24 Uhr

Mir war irgendwie klar, dass ein Van-Canto-Review automatisch auch ein Kommentar-Gebashe auslösen würde. Ich steh jedenfalls zu meiner Meinung, auch wenn die "objektive" Szene-Polizei natürlich anderer Meinung ist und das meinetwegen auch gerne...  

jens
melden jens | 13.09.2011 | 12:47 Uhr

Als Cover-Songs bezeichne ich das, was VAN CANTO machen generell deshalb, und das schreibst du ja selbst sehr schön in deinem Review, weil sich immer auch Anleihen von MANOWAR und anderen Bands finden, selbst wenn es sich nicht direkt um...  

Deveraux
melden Deveraux | 13.09.2011 | 12:57 Uhr

Na was für ein Glueck, dass wir JENS haben, oberste Wertungsinstanz von Welt! Bevor du hier mit Begrifflichkeiten wie "klonen" oder "klauen" um dich wirfst, solltest du dir viell. nochmal ueberlegen, was so ein Vorwurf tatsaechlich impliziert. Wenn...  

jens
melden jens | 13.09.2011 | 13:14 Uhr

Entschuldige bitte, "Deveraux", das ich nicht alles schlucke und mir selbst eine Meinung bilden kann. :D  

firefighter
melden firefighter | 13.09.2011 | 14:20 Uhr

Jens, d.h. also jede Band, die Anleihen bei einer anderen Band hat (manche nennen das auch Inspiration, Prägung, Beeinflussing oder sonstwie) ist eine Coverband? Dann bleibt aber nicht viel übrig im Metal, denn es gibt sicher wenige...  

jens
melden jens | 13.09.2011 | 14:53 Uhr

firefighter, im Prinzip hast du natürlich recht, keine Band ist heute noch wirklich innovativ. Es gab einfach schon (fast) alles. Man kann aber mit den gegebenen Mitteln versuchen etwas Neues auf die Beine zu stellen. Davon höre ich bei VAN CANTO -...  

katharzis.
melden katharzis. | 13.09.2011 | 17:52 Uhr

Hihi, immer wieder das gleiche. Jens spricht von Rihanna, Heiko von "überbewertet" (welches im Bereich der Kunst überhaupt nicht gelten kann, weil Geschmäcker so verschieden sind wie die Qualität der Reviews auf metal.de). Geballte Inkompetenz...  

headbang666
melden headbang666 | 13.09.2011 | 18:56 Uhr

Ach Katharsis, der große Frauenversteher (Xeledon ist doch ein Mädel, oder? sieht man auf dem kleinen Pic nicht so genau). Ich lach mich schlapp! Ich schließe mich voll und ganz der Meinung von Jens und Heiko an. Endlich sagen mal einige was...  

Patrick
melden Patrick | 13.09.2011 | 19:58 Uhr

Es soll ja auch Frauen mit Bart geben...nichts für ungut Flo! :)  

xeledon
melden xeledon | 13.09.2011 | 20:30 Uhr

Schon ok, ich bin nicht sexistisch genug veranlagt, es als Beleidigung anzusehen, wenn man mich als Frau tituliert. ;o)
Aber auch wenn dass deine Hoffnungen auf eine romantische Beziehung zunichte machen wird, lieber headbang666: Tatsächlich...  

headbang666
melden headbang666 | 13.09.2011 | 21:26 Uhr

Naja, das Geschreibsel von Xeledon deutet aber häufig auf eine feminine, an eine Band anbiedernde Art hin. Vielleicht kann er (?) dann ja mal etwas daran arbeiten und nicht immer nur sein groupiehaftes Auftreten zum besten geben. Objektivere Reviews...  

xeledon
melden xeledon | 13.09.2011 | 21:38 Uhr

Abgesehen von dem latenten Sexismus, danke für die konstruktive Kritik. Objektivität ist letztlich natürlich nur eine Illusion, insbesondere bei Reviews, die letztlich immer eine Meinungsäußerung darstellen. Natürlich versucht man stets, so...  

headbang666
melden headbang666 | 13.09.2011 | 21:42 Uhr

Xeledon, damit hast du dich dann wohl selbst geoutet, und dein Review in Frage gestellt. Danke für diese Erleuchtung. Fanboy-Reviews finde ich zum kotzen.  

firefighter
melden firefighter | 14.09.2011 | 12:02 Uhr

Genau. Jetzt er hat er sich geoutet. Er findet eine CD gut und bewertet sie dann entsprechend. Der Fanboy. Das nächste mal bitte einen Metalcore-Fanatiker ans Review setzen. Da fühlt sich die Zielgruppe (ja, ich gehöre auch dazu) dann auch bestens...  

evil mvten
melden evil mvten | 16.09.2011 | 17:27 Uhr

Generell ist mir hier auf metal.de schon öfter aufgefallen, dass manche Alben mit 9 Sternen bewertet werden, weil der Reviewist offenbar ein Fan der Band ist, während andere Alben, die objektiv gesehen genauso gut sind nur 6-8 Sterne erhalten....  

xeledon
melden xeledon | 16.09.2011 | 17:50 Uhr

Irgendwie beißt sich die Katze beim Fansein aber in den Schwanz. Man ist ja gerade Fan einer Band, weil einem die Musik gefällt, die sie macht. Aber was bedeutet eigentlich "objektiv gesehen genauso gut"? Das Problem ist doch, dass Musik nicht nur...  

heiko@metalde
melden heiko@metalde | 16.09.2011 | 20:04 Uhr

Ihr immer mit euren Punkten. ;) Meine Meinung: Lest die Rezensionen und orientiert euch am Inhalt, und hängt euch nicht zu sehr an Punktzahlen auf.
Jedesmal, wenn jemand einem Album eine hohe Punktzahl gibt, kommt nach einer halben Stunde...  

christian_k
melden christian_k | 18.09.2011 | 18:43 Uhr

Ich bin ja so open-minded, aber das hier geht garnicht!