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CD-Review

Split

Artikel veröffentlicht am 10.09.2012 | 888 mal gelesen

Es ist schon immer schwierig gewesen, die Grenze zwischen Kunst und Müll zu ziehen. Ich will auch nicht lange über 7MON (oder 7 MINUTES OF NAUSEA, wie sie eigentlich heißen) labern, aber ich darf sagen, dass diese, ähem, "Band" schon immer die Grenze des schlechten Geschmacks nicht nur erreicht, sondern weit überschritten hat. Ja, ja, ich weiß, Kult und so, kenn ich, ich habe 7MON mit ihrer allerersten EP kennengelernt. Das ist echt fuck lange her, aber geändert hat sich die, hm, nennen wir es doch nochmal gaaanz vorsichtig "Musik" der Formation nicht. Äußerst mies produzierte Stümpereien auf den Instrumenten sind hier das A und O. Es geht nicht um den Song an sich, sondern um das künstlerische Statement, die kurze Krawallorgie, den *gähn* Blick über den Tellerrand, die Umwandlung von Scheiße in Töne, und das gute 14 Minuten lang. Unhörbar.

Dann hat es ein Projekt namens SIST EN 343 auf diese Split geschafft, das in sage und schreibe 20 Minuten mit einer aufs äußerste verzerrten Noise-Eskapade seinen Beitrag leistet. Klingt wie der 7MON-Kram, nur runtergepitcht bis zur Unkenntlichkeit und mit fett Distortion belegt, bis alles nur noch brummt und kratzt. Unhörbar, Teil 2.

Den dritten und letzten Akt besiegeln TN666 und das sogar in zwei Teilen. Man höre und staune, so dramatisch geht man hier mit Mülltrennung um. Für jeden Teil eine Tonne. Klangcollagen der Marke "stöpsel ma' den Bass ein, ich brate mal bissel was runter und hinterher fummeln wir am PC so lange daran rum, bis es nach Kunst klingt". Unhörbar, Teil 3.

0/10 Punkte. Und aus.


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