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CD-Review

World Blood History

Artikel veröffentlicht am 03.03.2012 | 1478 mal gelesen

Mit “World Blood History“ legen UNITED MIND CLUB das vor, was sie als ihr Debüt-Album betrachten. Sie versprechen dem Hörer, dass er darauf modernen Industrial Metal mit reichlich Melodien findet.

Nun ja. Solche Versprechungen hört man ja öfter mal. Was diesen Silberling angeht bedeutet das Wort “modern“ wohl chaotisch. Die Musiker haben versucht, alle Elemente, die ihnen so einfallen, in Tracks von drei bis fünf Minuten zu pressen. Doublebassattacken, Blastbeats, Synthie-Klänge, galoppierende Riffs, Growls, klarer Gesang, Melodien, asiatische Momente. Das mag ja alles schön und gut sein, aber auf so engem Raum zusammengepfercht ergibt sich eigentlich nur ein unstrukturierter Soundbrei, dessen Nervigkeit nur noch dadurch gesteigert werden kann, dass Sänger Dmitriy “Train Freeman“ Zimin einen deutlichen osteuropäischen Akzent zeigt. Auf diese Weise wird das musikalische Material völlig ungenießbar.

Was man dem Quartett zu Gute halten muss ist, dass – wie versprochen – tatsächlich die ein oder andere Melodie zu hören ist. Immerhin scheinen die vier Jungs also ein wenig Melodiegespür zu besitzen. In ihren seltenen lichten Momenten zeigen sie durchaus auch handwerkliches Talent. Wer ganz genau hinhört der kann den ein oder anderen gelungenen Scream entdecken, der an klassischen Metal erinnert. Auch die Gitarrenarbeit vom bereits angesprochenen Herrn Zimin und seinem Kollegen Dmitry “Daniels“ Kapustin weist durchaus Potential in Richtung der melodischen Spielarten auf.

Nur leider versuchen UNITED MIND CLUB zwanghaft andere Musik zu machen. Darum meine Empfehlung an die Band: Lasst den ganzen komischen Kram weg und lasst dem Metal mehr Raum. Dazu sollte die Band sich auch eine wesentlich professionellere Einstellung zulegen. Denn eine Scheibe mit einer Spielzeit von etwas mehr als einer halben Stunde und nur sieben vollständigen Songs als Album zu bezeichnen ist nicht gerade eine gute Idee.


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