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CD-Review

Brain Overloaded

Artikel veröffentlicht am 13.08.2012 | 726 mal gelesen

Man mag mich für einen Kulturbanausen halten (und manche Zeitgenossen werden das zweifellos allein angesichts meiner Arbeit für diese Seite tun), aber: Ich kann mit reinem Gedröhne und Gefiepe als Selbstzweck einfach nichts anfangen. Ich bin gerne bereit, die Arbeit, die in Klanglandschaften/Geräuschen/Gerausche fernab jeglicher Tonalität steckt, anzuerkennen - aber das macht Scheiben wie das vorliegende Album "Brain Overloaded" des polnischen Projektes X-NAVI:ET für mich noch lange nicht genießbar.

Nicht, dass solche Klänge für mich per se unhörbar wären. Ich muss auch zugeben, dass ich den Modulationen, den Einsprengseln unterschiedlichster Form, den leichten Veränderungen im Gesamt-Brummen/-Fiepen/-Dröhnen/-[beliebigen onomatopoetischen Begriff einfügen] mit einem gerüttelt Maß an Spannung folge - zumindest im Rahmen meiner Aufmerksamkeitsspanne, die (angesichts der wenigen Dinge, die innerhalb der einzelnen Songs passieren) doch sehr schnell sehr kurz wird. Und für die Anerkennung dieser Leistungen als "Kunst" (oder so) reicht das definitiv nicht.

Es mag sein, dass Menschen, die Tonalität und Harmonik sowieso für absolut überbewertet halten, an diesen sieben Stücken ihre Freude haben - ich habe immer das Gefühl, dass es sich bei den Landschaften um zu lang geratene Intros oder Outros von greifbarer, ja, Musik handelt. Oder dass die eigentlichen Songs einfach vergessen wurden. Kann sein, dass mir das Gerausche deshalb irgendwann tierisch auf den Keks geht. Kann auch sein, dass der Alleinunterhalter von X-NAVI:ET genau das erreichen will. In diesem Fall gratuliere ich herzlich. Macht "Brain Overloaded" für mich aber nicht besser.


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