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CD-Review

Tales In Tune

Artikel veröffentlicht am 29.01.2013 | 894 mal gelesen

Vielleicht ticken die Uhren in Österreich ein wenig anders, aber das was uns die ESCAPE ARTISTS aus dem schönen Wien auf ihrer ersten Platte präsentieren, hat leider wenig mit der so überschwänglich angekündigten Mischung aus Screamo, Pop und Punk zu tun. "Tales In Tune" wäre gerne der kleine Bruder von EYES SET TO KILL und die große Schwester von PARAMORE, aber von der Klasse der beiden ist man leider weit entfernt.

Das Rezept des Debuts ist eigentlich ganz gut, punkige Riffs treffen auf die zuckersüße Stimme von Frontfrau Pia, sanfte Refrains befinden sich im Wechselspiel mit heißeren Shouts, und nicht selten fräst sich die ein oder andere Melodie mal ins Gehör. An der Umsetzung mangelt es aber an allen Ecken, die Shouts wirken lächerlich blass im Gegensatz zur dominant abgemischten Stimme der Sängerin, die Riffs hat man alle schonmal gehört, und die Refrains nutzen sich aufgrund ihres doch sehr poppigen Charakters schnell ab. Nach dem recht starken Opener "What We Live For" und dem drauf folgenden "Better Times" geht es plötzlich rasant in eine unangenehme Monotonie über, die jeden nächsten Schritt schon früh verrät. Nach dem Motto "Kennste einen, kennste alle" rauschen die zehn Tracks dann mehr oder weniger ohne Eindruck zu hinterlassen vorbei, und am Ende bleiben effektiv nur zwei Songs, die wirklich etwas hermachen. Verschenktes Potenzial? Vielleicht nicht ganz, denn wer auf den letzten Output von PARAMORE abfährt, oder eine Art Einstiegsdroge für die härteren Klänge sucht, wird auch an "Tales In Tunes" etwas finden. Wer aber auf der Suche nach Anspruch und neuen Ideen ist, der sei vor leicht bekömmlicher Standardkost gewarnt.


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