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CD-Review

Malicious Mind

Artikel veröffentlicht am 29.11.2012 | 1160 mal gelesen

Hach ja, waren das noch Zeiten, als der Nu Metal-Boom ausbrach, sich ein paar Jahre hielt und dann doch sehr schnell wieder zusammengebrochen ist. Eine Menge Bands legten nach gewaltigen Höhenflügen ziemlich schmerzhafte Landungen hin, und heutzutage gibt es lediglich noch rudimentär Bands, die diesem Stil frönen – abgesehen von jenen, die sich nach wie vor in nennenswerten Größenordnungen bewegen. GODLIKE haben also von Beginn an einen schweren Stand, ihr Stil ist einfach von vorgestern.

Da hilft es auch nicht, dass "Malicious Mind" ein solides Album geworden ist, das neben nicht zu verschweigenden Schwächen auch seine Stärken besitzt. War es Anfang des 20. Jahrhunderts noch reichlich frisch, Sprechgesang mit harten Gitarren zu kombinieren, entlockt es einem heute eher einen überraschten Blick, dass eine Band sich das noch traut. GODLIKE wären aber auch zu Hochzeiten nicht mehr als ein passabler Geheimtipp geworden. Zwar besitzt das Material ordentlich Groove und auch der Klargesang geht in Ordnung, beim Sprechgesang siedeln sich die Finnen dann aber eher im unteren Mittelfeld an (an 2000er Maßstäben gemessen), und auch das Songwriting im Gesamten lässt wirkliche Höhepunkte zur Rarität werden. "Sickness" ist wirklich cool und auch "Artificial Eminence" und "Creed" können was, auch wenn es alles andere als eigenständig wirkt.

Wer also 2012 noch eine passable Mixtur aus RAGE AGAINST THE MACHINE, PANTERA, CLAWHAMMER und ein bisschen DISTURBED sucht, darf sich hieran versuchen. "Malicious Mind" ist wohl eher was für jene, die mit 30 ihr Basecap noch schräg auf dem Kopf tragen und ihre Baggypants nach wie vor als Kultobjekt betrachten. Aus der Mode, solide und irgendwie charmant bis komisch.


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