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CD-Review

False Idols And Pyrite Thrones

Artikel veröffentlicht am 06.12.2011 | 857 mal gelesen

Dieses Quintett aus dem englischen Cornwall meint es verdammt ernst, wenn es moderne Thrasher wie LAMB OF GOD und MACHINE HEAD auf der einen und Nu Metaller wie KORN und SLIPKNOT auf der anderen Seite zu seinen großen Referenzen zählt. Denn fügt man noch den dezenten Wahnsinn von SYSTEM OF A DOWN hinzu, ist die Fahrtrichtung dieser vor vier Jahren gegründeten Band klar.

Ihr vorliegendes Debüt "False Idols And Pyrite Thrones" ist ein klassischer Fall von großen Ambitionen und fehlendem Know-How. An Ideen mangelt es dieser Platte jedenfalls nicht. Sowohl musikalisch als auch gesangstechnisch bemühen sich die Jungspunde um Kurzweil. Moderne Bretter, die stets stark auf die großen Vorbilder schielen ("Placebos Devine" oder das eher dürftig von MACHINE HEAD geklaute Riff in "Graveyards For The Patriots"), satte Breaks ("Seize The Day") und lyrische Wahnsinnsausbrüche ("Lets Blame Dahmer", "Drowning") gehen auf der gesamten Albumlänge Hand in Hand und ergeben ein hübsches, aber wenig aufregendes Bild. Der Produktion kann man diesmal nicht den schwarzen Peter zuschieben, denn sie schwächelt nicht. Eher hat man das Gefühl, die Band würde verbissen versuchen, alle Trademarks ihrer Lieblinge in den eigenen Songs zu vereinen. Grundsätzlich ein lobenswertes Unterfangen. Hier fehlt jedoch das richtige Gespür für Songwriting, sodass sich viele Songs nach "Hat man doch schon ähnlich, aber besser gehabt" anhören.

Richtige Ausfälle gibt es (bis auf das Albumcover) nicht und hin und wieder wird das Ganze sogar richtig gut ("Slave"). Dann aber schaltet Dax Partridge seinen an Serj Tankian angelehnten Sprechgesang ein und man verliert den Faden. Eben diesen sollte die Band etwas fokussierter im Blick behalten, dann könnten sie ihr Potential auch richtig entfalten.


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