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Kalypso - Nyktophobie

Kalypso

"Nyktophobie"
CD-Review, 2136 mal gelesen, 06.04.2011 Wertung 05/10

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CD-Review

Neue Chancen

Artikel veröffentlicht am 21.06.2012 | 871 mal gelesen

Deutscher Metalcore scheint ja mittlerweile salonfähig geworden zu sein und die anfänglichen Verständnisproblemen mit der gekreischten Muttersprache hat man nach häufigem Hören der Platzhirsche CALLEJON und NARZISS so langsam auch überwunden. Und in der Tat hat es etwas Befriedigendes, emotional geshoutete Texte in der eigenen Sprache zu hören. Genau in diese Kerbe schlagen auch KALYPSO mit ihrer neusten Platte „Neue Chancen“, welche für die fünf Jungs aus Lingen bereits ihre dritte Veröffentlichung darstellt und wie die vorangegangenen Werke frei als Download erhältlich ist.

Ich bin ein Mensch, der neue Musik gerne beim Trainieren austestet, denn wenn das Training gut läuft, dann weiß man entweder dass die Platte gut ist und man aus Spaß daran pumpt, oder dass die Platte Müll ist und Wut die Energie liefert. Wenn es mittelprächtig bis schlecht läuft, ist das meistens ein Indiz dafür, dass die Musik durchschnittlich ist und nicht genügen Emotionen liefert. Tja und genau letzteres war der Fall beim Hören von "Neue Chancen". KALYPSO liefern zwar reichlich eingängige Melodien, maschinengewehrartige Drums, Breakdowns, Melodic-Death-Riffs und eine nette Mischung aus Geshoute und Gegrowle – alles was man als Metalcore-Fan liebt, aber irgendwie fehlt die zündende Idee dabei und der Funke will einfach nicht überspringen. Keiner der Songs fällt positiv oder negativ auf, am meisten Spaß hat mir noch "Bäume wachsen nur auf starken Herzen" gemacht, weil die Lyrics recht gut sind, schnelle und langsamerer Parts gut harmonieren und schöne Gitarrenläufe eingebaut wurden, aber sonst tut man sich schwer weitere Songs hervorzuheben.

Versteht mich nicht falsch, das Ganze ist gut durchdacht, temporeich, brachial, technisch einwandfrei und alles, aber außer den deutschen Vocals schon tausendmal so gehört. Die Songs machen Spaß beim Hören, sind aber keine Dauerbrenner, die man sich nach einem Jahr noch gerne anhört und so versinkt man letztendlich im Metalcore-Einheitsbrei, auch wenn die Scheibe etwas besser als der Durschnitt ist. In KALYPSO steckt durchaus Potential und wer sich nicht daran stört Altbekanntes geliefert zu bekommen, dem wird auch „Neue Chancen“ gefallen.


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