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Last Beautiful June - Welcome To The Crisis

Last Beautiful June

"Welcome To The Crisis"
CD-Review, 1427 mal gelesen, 16.01.2010 Wertung 05/10

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CD-Review

Schemes

Artikel veröffentlicht am 08.07.2012 | 937 mal gelesen

Die Altenburger Band LAST BEAUTIFUL JUNE legt nach ihrem selbstbetitelten Debut und der "Welcome To The Crisis"-EP mit "Schemes" ihren zweiten Longplayer vor, auf dem die vermeintliche Entwicklung der fünfköpfigen Band dokumentiert wird. Das kann ich deshalb sagen, weil die "Welcome To The Crisis"-EP als Bonus-CD dabei ist - diese ist jedoch bereits auf diesen Seiten besprochen worden, weshalb ich auf die sechs Songs nur zu Vergleichszwecken eingehen will.

Wurde die Musik der 2007 gegründeten Band zuletzt (sprich: zu "Welcome To The Crisis"-Zeiten) noch als Death/Thrash Metal eingeordnet, finden sich nunmehr die Begriffe Post-Hardcore und Metalcore im Begleitschreiben. Während "Post-Hardcore" ja nun alles oder nichts heißen kann, ist der Schritt von Thrash/Death Metal zum Metalcore kleiner als man meinen mag. Genauer kann ich im direkten Vergleich von "Schemes" und seinem Vorgänger nur einen wirklich offensichtlichen Unterschied ausmachen: Auf dem aktuellen Album finden sich deutlich häufiger ruhigere Passagen, insbesondere klarer Gesang, der den Begriff "Metalcore" durchaus rechtfertigt (diese Aussage lasse ich mal ohne Wertung).

Abgesehen davon muss ich aber leider sagen, dass LAST BEAUTIFUL JUNE keine nennenswerten Fortschritte gemacht haben. Die Produktion ist (immer noch) ziemlich dumpf, matschig und wenig differenziert, die Gitarrenmotive sind (immer noch) austauschbar, altbekannt und durchschnittlich. So ist das musikalische Gesamtbild zwar ziemlich groovy, aber zu keinem Zeitpunkt wirklich zwingend. Irgendwie ist das schon schade, denn man merkt dem Album die Mühe an, die die Jungs hineingesteckt haben. Die leicht veränderte musikalische Ausrichtung allein wird LAST BEAUTIFUL JUNE jedoch nicht von "joa, geht so" auf "boah ey" katapultieren.

Interessanterweise sind LAST BEAUTIFUL JUNE zumindest auf Konserve dort richtig gut, wo sie zu Akustik-Gitarre oder Klavier greifen. Vielleicht ist das ein Ansatz, den es in Zukunft zu verfolgen lohnt? Auf diese Weise könnten sich LAST BEAUTIFUL JUNE ein echtes eigenes Gesicht zulegen und aus dem Wust an angethrashten Metalcore-Bands herausragen.


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