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CD-Review

Metal Erosion

Artikel veröffentlicht am 26.06.2012 | 869 mal gelesen

Keine Frage, SYSTEM OF A DOWN haben der Musikgeschichte ein wichtiges, weil innovatives Kapitel hinzugefügt. Auch DISTURBED haben viele Bands beeinflusst. Ob die britischen Newcomer METASOMA sich im Laufe der Zeit einen Platz neben den beiden genannten Schwergewichten sichern können, bleibt abzuwarten.

Fest steht, dass die aus London stammende Band die oben genannten Bands rauf und runter gehört haben dürfte. Die Debüt-EP “Metal Erosion” enthält mehr als dezente Querverweise auf SYSTEM OF A DOWN und DISTURBED. Vor allem Sänger Amro versucht sich hier und da in den Windschatten von SOAD-Frontmann Serj Tankian zu stellen, ohne dabei an die Klasse des Sängers anknüpfen zu können. Dafür fehlt ihm einfach die Variabilität in der Stimme. Hinzu kommt, dass Amro teilweise neben den Tönen liegt, wie einige Sequenzen im Opener “Rast-A-Peace” belegen. Aber nicht nur er macht nicht so wirklich eine gute Figur. Auch die Instrumentalfraktion muss noch einiges im Bereich Spieltechnik drauflegen, wenn sie METASOMA in Zukunft ein eigenes Gesicht geben will. Die Riffs auf “Metal Erosion” sind jetzt nicht komplett für die Tonne, aber man hat diese Art des Riffings doch schon irgendwo einmal besser gehört. Auch der dreiste LIMP BIZKIT-Klau zu Beginn von “Older” geht auch überhaupt nicht und wirkt sich negativ auf das Gesamtbild aus. Einfallsloser kann man eine Nummer nicht beginnen. Der positive Aspekt von “Metal Erosion” ist hingegen, dass METASOMA es wenigstens verstehen, ihre Songs mit einem ordentlichen Groove zu versehen. Darauf sollte die Band aufbauen.

Was “Metal Erosion” gänzlich fehlt, ist eine eigene Identität. Die Band hat zwar gute Anlagen, kupfert – und in diesem Fall muss man es so deutlich sagen – einfach zu sehr bei ihren Vorbildern ab. Bis es soweit ist, liegt vor der Band aber noch ein weiter, steiniger Weg. Genrefreunde dürfen natürlich gerne ein Ohr riskieren. Aber ich höre mir da doch lieber die Originale an.


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