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CD-Review

A Grain Thrown In The Sandbox

Artikel veröffentlicht am 12.02.2011 | 2493 mal gelesen

Nach ihrem Debüt "Watch Me Burn" und der EP "War" schieben die aus Minden und Bielefeld stammenden NEVER VOID nun ihr zweites Album hinterher. Das Teil heißt "A Grain Thrown In The Sandbox" und wurde im Split Second Sound Studio aufgenommen und von Jochen Jacobs (TEXTURES) gemixed und gemastered. Da die Band seit längerem keine konstante Besetzung hat und entsprechend immer wieder mit Veränderungen zu kämpft, stand auch der Aufnahmeprozess unter keinem guten Stern. So kam es, dass der Gesang auf dem Album von Meta (Ex-THE OCEAN) stammt und das Schlagwerk von Corny Althammer (DISBELIEF, DEAD EYED SLEEPER, AHAB) bedient wurde. Theoretisch gute Voraussetzungen also. Soweit so gut...

Da man in der Regel mit positiven Dingen beginnen soll, möchte ich gleich herausposaunen, dass die Musik selbst auf "A Grain Thrown In The Sandbox" OK bis richtig gut gelungen ist. Die Ansätze sind da und es gibt auch den einen oder anderen starken Augenblick; meiner Meinung nach genau dann, wenn die Band den Fuß vom Gaspedal nimmt und Elemente einflechtet, die man sonst nicht unbedingt bei härterer Metal-Musik vorfindet. Gute Ideen sind somit vorhanden und die gebotene Mischung aus Death Metal, alternativem Hardcore, wenigen Post-Metal-Einschüben und einzelnen, stilfremden Mitteln machen das Album interessant und hörenswert.

Ein klarer Minuspunkt ist aus meiner Sicht allerdings der schnell nervende Pressgesang. Dieser klingt wie von jeder zweiten 08/15-Metalcore-Truppe und kann kaum Akzente setzen. Damit hat sich die Band keinen großen Gefallen getan, denn nach meinem Empfinden kann der Gesang der Qualität der Musik zu keiner Sekunde gerecht werden. Allein, wenn die Stimme in den Keller geht und richtig Death-Metal-mäßig gebrüllt wird, passt es wieder ganz gut... wobei ich auch hier sagen würde, dass dieser Art Gesang grundsätzlich zu limitiert wäre für die wirklich ambitionierte Musik der Westfalen.

Unterm Strich ist "A Grain Thrown In The Sandbox" also ein akzeptables bis gutes Zweitwerk, mit dem man sich allerdings erst in längeren Hörprozessen anfreunden muss, denn noch funktioniert nicht alles rund. Wenn es der Band gelingt, eine feste Besetzung aufzubauen und stimmig agierende Mitmusiker zu finden, werden NEVER VOID spätestens mit ihrem nächsten Album richtig Aufsehen erregen.


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