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CD-Review

Just A Shaking House Of Cards

Artikel veröffentlicht am 16.07.2012 | 992 mal gelesen

Bei dem aktuellen Werk der Pforzheimer TANKBREAKING SIGHT fällt es sehr schwer sich ein Wortspiel zu verkneifen, denn der Sound der jungen Combo wackelt so sehr dass am Ende der Einsturz droht: Auf "Just A Shaking House Of Cards" wird sehr gewöhnlicher Metalcore, der mit einer leichten Prise 90er-Crossover versehen wurde, geboten, was ja kein Beinbruch ist, würden die 5 Songs nicht so langweilig an einem vorbei plätschern.

Schon der Opener "Show Me Your Love" offenbart in vollen Zügen alle Schwächen der Band, denn abgesehen von den belanglosen Melodien führen vor allem die cleanen Passagen, die mit ihren krummen und schiefen Tönen kaum glänzen, zur Gänsehaut der negativen Art. Die Riffs sind unterer Standart, die Produktion recht mau, und die Hooklines wollen sich auch nach merhmaligen Hören nicht festsetzen. "Broken Hearts Capture Love" ist noch der beste Track, denn der ein oder andere groovige Abschnitt ist dabei, keine Frage, gerade dann wenn es auch mal härter wird. Und als man nach den ersten drei Songs glaubt, es gehe langsam aufwärts, kommt die Geschmacks-Granate des Jahres: Hier wurde ernsthaft versucht "Lapdance" von Pharrel Williams´Projekt N.E.R.D zu covern, und wer den Song kennt, ahnt wie das klingt: Die im Original von einer sexy Frauenstimme gehauchten Lines werden mal eben in Screams umgewandelt, zwischendurch kommt der wackelige Clean-Gesang zum Einsatz und dicke Basslines werden zu unsauberen Riffs. Meine Zehennägel rollen sich nur so gen Decke.

Naja, und so bleibt nach der recht kurzen Spielzeit wenig zu sagen, ein durchschnittlicher Modern Metal-Mix der nur für eingefleischte Fans etwas bieten dürfte, dazu ein Coversong der so schlecht ist dass man mit einem kleinen Augenzwinnkern schon wieder darüber lachen kann. Potenzial ist da, an der Umsetzung muss aber deutlich gefeilt werden.


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melden Sabrina Blessing (unregistriert) | 19.07.2012 | 22:13 Uhr

Geschmacksgranate?! Ja, aber wohl eher im positiven Sinne;) Natürlich sind die Aufnahmen nicht perfekt, aber wenn man bedenkt, dass es die erste Studioaufnahme ist und es nicht von Profis aufgenommen und bearbeitet wurde, ist das Ergebnis gut;) Aber...