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The Word Alive - Real.

The Word Alive

"Real."
CD-Review, 1040 mal gelesen, 18.06.2014 Wertung 05/10

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CD-Review

Life Cycles

Artikel veröffentlicht am 10.07.2012 | 983 mal gelesen

So ganz schlüssig, was ich von dem immer weiter um sich greifenden Trend, Metalcore mit elektronischen Elementen zu "bereichern", halten soll, bin ich nicht. Natürlich ist es löblich und gerade in diesem Genre langsam zwingend notwendig, neue Wege zu beschreiten, aber nicht jede neue Idee ist automatisch eine gute. Jedenfalls haben sich auch THE WORD ALIVE entschlossen, Synthesizer zu verwenden, aber wenigstens nicht immer ganz so aufdringlich wie andere Kollegen.

Nichtsdestotrotz kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass gerade die Elektro-Parts selten wirklich interessant sind, ja meistens gar wie ein Fremdkörper wirken. Da bin ich schon dankbar wenn THE WORD ALIVE sich darauf beschränken, mit wummernden Breakdowns das Einmaleins des Metalcore wiederzugeben. Immerhin sind die vier Mannen sich nicht zu schade, auch deutliche metallische Einflüsse zu verwenden und können damit gerade bei den Melodien ein bisschen was rausholen. Doch wo etwas mehr Licht, da auch mehr Schatten. Gerade in den klar gesungen Refrains offenbart sich wieder einmal die Austauschbarkeit der Sänger im Metalcore, dünn und ohne wirklich eigenen Charakter werden die Texte geträllert. "Life Cycles" hat aber noch ein weitaus größeres Problem, bei gut 50 Minuten Spielzeit ist die Hitdichte einfach zu mager, lediglich das ziemlich deftige "Bar Fight" hinterlässt einen einigermaßen einprägsamen Eindruck. Daneben stehen dann leider nur vereinzelte, kurz auflackernde Momente, die kurzzeitig aufhorchen lassen.

Dabei sind THE WORD ALIVE nicht mal eintönig, sondern reihen fette Gitarren, fiese Breakdowns, allerhand Synthie-Gespiele und sogar ein wenig Gefrickel aneinander, doch herausgekommen ist nur ein recht solides, aber leider oberflächliches Werk. "Life Cycle" offenbart zwar Potenzial und den Wunsch voranzukommen, verpasst es aber eindeutig mit zwingenden Songs zu punkten, verirrt sich schlussendlich eben doch nur im weitläufigen Mittelmaß des Metalcore und hätte ohne das Synthie-Geklimper und Clean Vocals vermutlich sogar deutlich mehr Dampf gehabt.


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