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CD-Review

Absence Of Light

Artikel veröffentlicht am 06.12.2011 | 1029 mal gelesen

Irland ist nicht gerade bekannt für außergewöhnliche Metal-Outputs und war in letzter Zeit eher im Rahmen der Euro-Krise in aller Munde. XEROSUN aus Dublin wollen hier Abhilfe schaffen und versuchen, der irischen Metalszene mit ihrem Debüt "Absence Of Light" eine neue Frische einzuhauchen.

Schade, dass das nicht so ganz gelingen mag. Geboten wird im weitesten Sinne Nu Metal, also ein Mix aus Alternative, Metal und Rock, der vor einigen Jahren viele junge Bands groß machte. Und genau hier liegt auch das Problem von "Absence Of Light": Von einem eigenständigen Sound ist man weit entfernt. Keine Frage, die Produktion ist sauber und basslastig, die Instrumente technisch einwandfrei, aber die Tracks erinnern allesamt an die Grooves der alten KORN, den industriellen Sound von DISTURBED und die Vocals von SLIPKNOT. Den Hooklines kann man wie im Opener "Cut Me Down" oder im rockigen "Broken" durchaus etwas abgewinnen, neue Ideen sucht man hier aber vergebens. In der zweiten Hälfte des Albums nimmt die Aggression und der Groove zwar zu, dafür fallen aber zunehmend Melodik und Finesse der ersten Tracks unter den Teppich. Dass XEROSUN durchaus Potenzial haben, beweist sich in einer Nummer wie "Hearfalls" durchaus, weil hier ein guter Break mit dem darauf folgenden Refrain aufhorchen lässt. Dieses Potenzial aber über den ganzen Track auszubauen, gelingt auch hier nicht.

XEROSUN bleiben also nur eine Band von vielen, solide und einfach gestrickte Tracks, die keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, weil hier zu viel vom Sound der Großen abgekupfert wird. Vielleicht hilft ihnen das berühmte Glück der Iren, trotzdem weiterzukommen und ihren Sound auf dem nächsten Output mehr zu personalisieren.


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