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Reviews der Band
Fortid - Pagan Prophecies

Fortid

"Pagan Prophecies"
CD-Review, 1134 mal gelesen, 07.09.2012 Wertung 06/10

News der Band

28.02.2010

Die isländischen Pagan Metaller FORTID veröffentlichen am 26.03. ihr neues Album "Völuspá Part III: Fall of the Ages",...


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CD-Review

Völuspá Part III: The Fall Of The Ages

Artikel veröffentlicht am 08.03.2010 | 2299 mal gelesen Die "Völuspá", das bedeutendste Gedicht des nordischen Mittelalters, hat sich in (Pagan-)Metal-Kreisen als ziemlich strapazierfähiger Stoff zur Vertonung erwiesen. FORTID, das ex-isländische und ex-Soloprojekt von Einar Thorberg, machen trotzdem nicht halt davor, sich in den Reigen der Bands einzureihen, die sich der musikalischen Umsetzung der Textes über den Verlauf der nordischen Mythenwelt annehmen. "Völuspá Part III: Fall Of The Ages" ist bereits das dritte Album FORTIDs zu genau diesem Thema, und stellt, in Analogie an die Dreiteilung der Vorlage (Entstehung, Ende, Neubeginn), das letzte Kapitel einer Trilogie dar.
Welchen Beitrag also leistet das inzwischen in Norwegen beheimatete Projekt zu diesem ambitionierten, aber nicht besonders einfallsreichen Unterfangen?

Selbst wenn man mit der Antwort "keinen Weltbewegenden" schnell bei der Hand und auch nicht im Unrecht ist, sollte man sich vor Augen halten, dass bereits 1956 der schwedische Komponist Kurt Attenberg eine komplette Sinfonie über dieses starke Stück Lyrik vollendete; Die Musikwelt hatte sich bereits vor mehr als 50 Jahren an der inhaltlichen Grundlage abgearbeitet. Warum also "Fall Of The Ages" nicht als das betrachten, was es geworden ist? Ein vielschichtiges und gut gemachtes Pagan-Metal-Album. Der Titelsong und "Heltekinn" sind mit ihrem melodiösen und hektischen Black-Metal-Riffing die kalten Sternstunden des Albums, während "New Dawn" für warme, emotionale Höhepunkte sorgt und vor allem mit tollem Cleangesang punktet. Überhaupt kann man FORTID zu Gute halten, dass ihr Ansatz komplett frei von Kitsch ist und geschmacklich wie handwerklich Sicher das selbstgesteckte Ziel erreicht.

Ob man das allerdings über das gesamte Album spannend findet, ist Geschmackssache. Der dritte Teil der "Völuspá"-Triologie ist zwar wie gesagt sehr vielschichtig und Abwechslungsreich, jedoch nicht ohne Längen und zum unkonzentrierten Hören so gut wie gar nicht geeignet. Poppig geht in der Tat anders, aber trotzdem - oder gerade deswegen - fasziniert der Langspieler so sehr. Das reicht als Rechtfertigung des etwas abgeschmackten Themas allemal, und sogar weiter: "Völuspá Part III: The Fall Of The Ages" ist ein richtig gutes Album.
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