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CD-Review

Under The Sign Of The Wilderness

Artikel veröffentlicht am 20.02.2012 | 1746 mal gelesen

HORDAK spielen Pagan Metal und kommen aus, genau, Spanien. Mir vorher unbekannt, haben die 2002 gegründeten Spanier aber doch schon zwei Veröffentlichungen vorzuweisen. Allerdings liegt das letzte Album der Band “The Last European Wolves” dann doch auch schon eine ganze Weile zurück. Dass es HORDAK dann doch noch einmal wissen wollen, ist löblich und im Fall des aktuellen Albums “Under The Sign Of The Wilderness” auch sinnvoll. Denn HORDAK frönen nicht dem momentan so aktuellen Pagan Metal, der sich vor allem durch das Zusammenwürfeln verschiedenster Folk-Instrumente auszeichnet.

Das stimmige Akustik-Intro zur Platte lässt zwar genau das vermuten, doch wird der Hörer schon mit den ersten Takten des Openers “722” eines besseren belehrt. Hart und urgewaltig preschen die Riffs aus den Boxen und erinnern dabei eher an die erste Welle Pagan-Metal-Bands als an aktuelle Vertreter des Genres. Black-Metal ist der Haupteinfluss von HORDAK, der durch Thrash- und Death-Metal-Elemente aufgelockert wird. Die Blastbeats halten sich mit melodischen Parts die Waage und man hat sogar Zeit atmosphärische Parts einzubauen, die nicht aufgesetzt wirken. Auch das folgende “Spreading The Firewings” ist ein schön eingängiges Stück, das zudem einen dezenten RUNNING WILD-Touch aufweisen kann. Härtetechnisch wird aber auch durch die eingestreuten Melodien nichts eingebüßt. So ungefähr sehen die Komponenten aus, aus denen HORDAK ihre Songs stricken. Hinzu kommen noch Nummern wie “Monoliths”, die eher im Mid-Tempo-Bereich angesiedelt sind und so einen schönen Kontrast zu den schnellen Songs darstellen.

Ausfälle gibt es auf “Under The Sign Of The Wilderness”, abgesehen vom etwas zähen Rausschmeißer “We Are The New Power To Rise”, nicht zu beklagen. Die Songs sind auf den Punkt arrangiert, haben gute Hooklines, knackige Riffs und kommen abwechslungsreich daher. Auch die Produktion kann überzeugen und klingt nicht ganz so klinisch, wie man es heute leider viel zu häufig geboten bekommt.

Lediglich die Hitdichte hätte höher ausfallen können. Daran kann man aber noch arbeiten. Ein, für mich, weiterer Pluspunkt ist, dass die Band sich an der traditionelle Spielweise des Pagan-Metal der Marke THYRFING, etc. orientiert und sich nicht an Trends anbiedert, indem sie verschiedene Folk-Instrumente in ihren Sound zu integrieren versucht, wie ich oben schon einmal angemerkt habe. Das hätte den Kompositionen auf “Under The Sign Of The Wilderness” aber auch nicht gut getan.


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