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CD-Review

Musicanti Di Brema

Artikel veröffentlicht am 03.07.2011 | 1824 mal gelesen

Das Kalevala ist ein finnischer Nationalepos, der auf überlieferten Mythologien beruht. Diese Band, die sich danach benannt hat, stammt allerdings aus Italien und spielt Folk Rock, der sich eher keltischer Ursprünge bedient. Passend erscheint mir dieser Bandname deshalb nicht unbedingt.
Da leider kein Promoflyer beiliegt und auch die Myspace-Seite der Truppe keine grundlegenden Informationen liefert, steigen wir direkt in die Besprechung von "Musicanti Di Brema" ein.

Auch von dem Albumtitel sollte man sich nicht täuschen lassen, es ist keineswegs ein Konzeptalbum über die Bremer Stadtmusikanten. Diese werden lediglich in einem Lied besungen. Ansonsten sind die Lyrics vielschichtig. "Time Bandits" hängt in einem Zusammenhang mit dem gleichnamigen Terry Gilliam-Film. Darüberhinaus werden in den Texten und bei den Melodien Traditionals verschiedener keltischer Völker aufgefasst. KALEVALA bedienen sich dabei der englischen, italienischen und französischen Sprache.
Die Stücke bauen in der Regel auf einer fröhlichen, leichtfüßigen Stimmung auf und sind dennoch recht abwechlungsreich. Die Leadmelodien sind eingängig und die Konstrukte schnörkellos. Traditionelles Instrumentarium wie Flöten, Akkordeon oder Mandoline ergänzt sich gut mit den Rockinstrumenten, wie auch die Ballance aus folkloristischer und energetischer Seite gelungen ist. Die Gitarre verleiht manchem Song sogar einen leichten Metal-Anstrich.
Kompositorisch wird insgesamt ein gutklassiges Level gehalten. Fast ausnahmslos alle Stücke sind kurzweilig und gehen schnell ins Ohr. Es kann sein, dass dadurch die Halbwertzeit des Albums auf Dauer etwas eingeschränkt wird. Vielleicht hilft hier aber wiederum der Abwechslungsreichtum der Melodien weiter. Auf jeden Fall hinterlässt "Musicanti Di Brema" erstmal einen guten Eindruck. Meine favorisierten Songs sind "Time Bandits", "Building A Chromlech", "Ride ‘Em Cowbell", "Weila Waila" und besonders der Titeltrack.

"Musicanti Di Brema" ist ein gelungenes Album des leichtfüßigen, vielseitigen Folk Rocks keltischer Prägung. Freunde der Spielart sollten das Werk antesten.


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